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Die Gemeinde ist gespalten

Der Oberstufenlehrer der Gemeinde Belpberg hat sich vor rund einer Woche per sofort vom Unterricht dispensieren lassen. Der Druck auf ihn war so gross geworden, dass der 59-Jährige nun eine Auszeit nimmt. Eine Gruppe von fünf Eltern hatte dem Lehrer seit Monaten vorgeworfen, er habe seine Aufsichtspflicht mehrfach verletzt, seine Verantwortung nicht wahrgenommen, mangelnde Autorität an den Tag gelegt und einzelne Schüler diskriminiert (wir berichteten). Der Fall des geschassten Belpberger Lehrers spaltet die 420 Einwohner zählende Gemeinde. «Wir werden von Einzelnen nicht mehr auf der Strasse beachtet oder gegrüsst», sagt Patrizia Botta, eine der exponierten Mütter. Dabei sei es nie das Ziel der Elterngruppe gewesen, den Lehrer los zu werden. «Wir waren mit zahlreichen Punkten nicht einverstanden und verlangten mehrfach von Schulleitung, Schulkommission und Gemeinderat, dass sie sich den Problemen annehmen.» Von einer «belastenden Situation» für Belpberg spricht auch Gemeindepräsident und Landwirt Fritz Tschirren (parteilos). Weil die Aufregung noch immer gross sei, wolle der Gemeinderat nun erst einmal abwarten, bis wieder Ruhe eingekehrt sei. Danach werde er das Gespräch mit der Elterngruppe suchen. Rückblickend erachtet es Tschirren als Fehler, dass der Gemeinderat nicht bereits im letzten Herbst die engagierten Eltern zu einem Gespräch eingeladen habe. «Der Fall hat sich zu einer Schlammschlacht gegen den Lehrer entwickelt», sagt Tschirren. «Wenn die freigesetzte Energie in die Schule statt in Streitereien investiert worden wäre, sähe die Situation heute ganz anders aus.» cho>

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