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Die grossen Vorbilder überflügelt

Bullet for My Valentine aus Wales, Social Distortion aus

Es mag am Wetter oder am Pfingstwochenende gelegen haben. Tatsache war, dass bereits am frühen Samstagnachmittag viele Festivalbesucher ihre Zelte auf dem Gelände abgebrochen und das Bödeli Richtung eigenes Bett verlassen hatten. Walisischer Heavy Metal Die aus vier Walisern bestehende Band Bullet for My Valentine gibt es seit dreizehn Jahren. Mit Einflüssen ihrer Vorbilder von Iron Maiden, Metallica und Deep Purple sind sie seit einigen Jahren weltweit einem grösseren Publikum bekannt. Für den frühen Abend füllten recht viele Festivalbesucher den Platz vor der Hauptbühne, andere genossen das Konzert sitzend oder liegend von den hinteren Reihen aus. Sozial verzerrt Social Distortion, so nennt sich die bereits 1979 gegründete kalifornische Punkrockband. Von Anfang an stark beeinflusst von Rock’n’Roll, Rockabilly, Blues und Country fanden sie zu einem unverwechselbaren Sound. Obschon ihre Musik eingängig, melodiös und absolut professionell daherkam, gelang es ihnen nicht, das Publikum wirklich wach zu rütteln. Krönender Abschluss Volbeat, die dänische Heavy-Metal-Band aus Kopenhagen, gibt es seit zehn Jahren. Ihr spezieller Stil aus genial zusammengewürfelten Einflüssen verschiedenster Stilrichtungen war am Samstagabend krönender Abschluss des diesjährigen Festivals. Gitarrist und Sänger Michael Poulsen ist fast ausschliesslich für die Musik verantwortlich. Grossen Einfluss haben Bands wie Social Distortion, aber auch Legenden wie Elvis Presley und Johnny Cash. «Unsere Musik stellt einen Balanceakt zwischen Rock und Metal dar. Wir versuchen, das Beste beider Welten unter einen Hut zu bringen», so Michael Poulsen. Mit roher Energie Textliche Inspiration holt sich Poulsen bei Autoren aus den Fünfzigerjahren. Andere Texte sind autobiografisch oder einfache Liebesgeschichten. Typisch für Volbeat sind Fortsetzungsgeschichten, welche sich über mehrere Alben erstrecken. Eine andere Geschichte war aber der Auftritt am Greenfield-Festival. Bereits zu Beginn des Konzerts strömte eine grosse Schar der nun hellwachen Greenfielder – es war ja inzwischen kurz nach Mittag – vor die Haupttribüne. Und die Bandmitglieder von Volbeat überzeugten schnell mit ihrer Musik: als Fundament die rohe Energie von Heavy-Metal-Sound und darüber eingängige Gesangslinien, abwechselnd mit melodiösen Gitarrensoli. Dazu eine nicht ausufernde Bühnenshow mit farblich auf die Songs abgestimmten Lichteffekten. Gelungener Abschluss Diesem dänischen Powerpaket widerstanden auch die leicht übermüdeten Besucher nicht. Volbeat genossen ihren umjubelten Auftritt in vollen Zügen und überflügelten an diesem Abend ihre kalifornischen Vorbilder klar. Es war ein gelungener Abschluss des diesjährigen Greenfield-Festivals. Urs Hofer>

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