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Die Hoffnung einer gezeichneten Mannschaft

eishockeyDie SCL Tigers nehmen heute im Heimspiel gegen die ZSC Lions (19.45 Uhr) den nächsten Anlauf, um die lange Serie von Spielen ohne Punktgewinn zu beenden.

Die SCL Tigers werden nicht in stärkster Besetzung gegen den Tabellensiebten antreten können. Pascal Pelletier (starke Knieprellung), Anton Gustafsson (Schulterbeschwerden), Simon Lüthi (Rückenoperation) und Claudio Neff (rekonvaleszent) sind nicht einsatzfähig. Die gestrige MRI-Untersuchung des Knies von Pelletier hat den ersten Befund bestätigt: Der Kanadier hatte Glück im Unglück – nichts gerissen, nichts gebrochen, aber starke und schmerzhafte Prellungen und Quetschungen. Wie lange die Zwangspause dauern wird, ist offen. «Wir müssen von Tag zu Tag schauen», erklärt SCL-Tigers-Geschäftsführer Ruedi Zesiger. «Kann sein, dass Pelletier schon am nächsten Wochenende ins Team zurückkehrt. Vielleicht ist er aber auch erst nach dem Meisterschaftsunterbruch zwischen dem 11. und 20.Dezember für ein Comeback bereit. So oder so, die Meisterschaftspause kommt uns jedenfalls gelegen.» Keine Feuerwehrübungen Auch Anton Gustafsson wird sich zur Abklärung seiner rätselhaften Schulterbeschwerden einer MRI-Untersuchung unterziehen. Die Teamverantwortlichen sehen vorderhand von der Verpflichtung eines weiteren Ausländers oder eines Spielertauschs ab. «Von sogenannten Feuerwehrübungen halten wir nicht viel», sagt Ruedi Zesiger. «Sie verursachen in der Regel viel Aufwand und bringen wenig Ertrag. Es sei denn, es wird uns ein Spieler angeboten, der eine echte Verstärkung ist und der Mannschaft auch wirklich helfen kann. Aber das ist im Moment nicht der Fall.» Die SCL Tigers sind eine durch sechs Niederlagen in Folge, die akute Formschwäche, einiges Verletzungspech, viel Kritik und stark reduzierten Playoff-Chancen gezeichnete Mannschaft. Sie sind an einem Punkt angelangt, an welchem es nur ein wirksames Mittel gibt: Ein Erfolgserlebnis, das man sich mit einer kampfbetonten und leidenschaftlichen Spielweise und einer einwandfreien Einstellung der gesamten Mannschaft zuerst aber auch hart verdienen muss. Headcoach John Fust nahm sich nach der 3:5-Niederlage in Zug gleich selbst in Pflicht: «Es ist mein Job, den Frust in Motivation und positive Energie umzuwandeln.» Eine Chance für Leimbacher? Dazu benötigt John Fust aber Spieler, die sich auch in einem Tief aufrappeln, das Team mitziehen können und versuchen, positive Zeichen zu setzen. Dem Headcoach steht im Moment allerdings bezüglich Personal keine grosse Auswahl zur Verfügung. Eine der wenigen Möglichkeiten ist, dass er heute gegen die ZSC Lions Torhüter Urban Leimbacher nach zwei Einsätzen als Startinggoalie (gegen Kloten und Zug) und drei Einwechslungen eine Chance als Nummer 1 gibt. Urban Leimbacher, der in dieser Saison eine Abwehrquote von 91,3 Prozent aufweist, ersetzte in Zug beim Stande von 0:4 den verunsicherten Robert Esche und zeigte, was man im besten Fall von einem Back-up-Goalie erwarten kann: Er war trotz sehr beschränkter Spielpraxis hundertprozentig bereit und als einer der wenigen Langnauer auch richtig hungrig. Und solche Tigers braucht es heute gegen die Lions, wenn die Negativspirale verlassen werden soll. Werner Haller>

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