Die jugendlichen Schützen sollen besser integriert werden

Gsteig

Der Oberländische Schützenverband fordert von seinen etwa 120 Schützenvereinen mehr Akzeptanz gegenüber den jugendlichen Schützen und eine kameradschaftliche Integration des sportlichen Nachwuchses.

Langjährige Jungschützenleiter wurden ausgezeichnet (v.l.): Marcel Brunner, Habkern; Philippe Heiniger, Wimmis; Urs Grossenbacher, Habkern und Florian Alexander Lüthi aus Oey. Foto: Fritz Leuzinger

Langjährige Jungschützenleiter wurden ausgezeichnet (v.l.): Marcel Brunner, Habkern; Philippe Heiniger, Wimmis; Urs Grossenbacher, Habkern und Florian Alexander Lüthi aus Oey. Foto: Fritz Leuzinger

Auf ihrer Tour durch die Talschaften des Oberlands tagte die 111. Delegiertenversammlung des Oberländischen Schützenverbands (OSV) in Gsteig im Saanenland. Mit Jodelgesang der Gsteiger Jodler unter der Leitung von Urs Kohli wurden die 124 Abgeordneten und Ehrengäste, angeführt von BDP-Regierungsrätin Beatrice Simon, in der Mehrzweckhalle empfangen.

OSV-Präsident Bernhard Hari, Aeschi, machte eingangs den Anwesenden klar, dass auch die Pflege und die Ausbildung von Jung- und Nachwuchsschützen das Vereinsleben stärkt.

«Es ist nicht schwierig, die jungen Schiesssportler zu verstehen, doch wir müssen dies wollen und offen auf sie zugehen. Bei den bevorstehenden Veränderungen in der allgemeinen Vereinslandschaft spielen nicht nur politische Entscheide eine Rolle.»

Brisante Grussbotschaften

Wie aus ihrer Grussbotschaft hervorging, kennt Regierungsrätin Beatrice Simon (am Sonntag als aktive Teilnehmerin am 100. Neueneggschiessen) die Sorgen und Sörgeli der Schützen. Auch die Musikanten kämpften um Nachwuchs, gab sie zu verstehen. Die Argumentation für ein Nein zum EU-Waffendiktat überliess die Regierungsrätin Nationalrat Erich von Siebenthal als Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission und Stephan Zingg, dem Finanzchef im Berner Schiesssportverband.

Nationalrat von Siebenthal begründet die Initiative zum Waffengesetz: «Schützen sind nun einmal das Fundament der Armee. Man ist gegenseitig aufeinander angewiesen.»

Die üblichen Verbandsgeschäfte schlugen keine hohen Wellen und wurden allesamt wie der 80-seitige Jahresbericht mit seiner umfassenden Resultatübersicht einstimmig genehmigt. Auch die Finanzen basieren auf einer gesunden Bilanzstruktur. Mit dem Gewinn von 4'642 Franken aus der Erfolgsrechnung ist das Eigenkapital auf 67'325 Franken angewachsen. Der Nachwuchsfonds weist rund 36'880 Franken aus.

Generell sind die Verbandsbeiträge wie im Vorjahr, und auch die Schützenlizenz kostet wie bisher 4 Franken. Marcial Schwarz wurde als Rechnungsrevisor bestätigt. Nächstes Jahr wird die OSV-Delegiertenversammlung im Oberhasli umfangreiche Erneuerungswahlen erfahren. Bereits ihre Rücktritte angekündigt haben Präsident Bernhard Hari, Vizepräsidentin Evelyn Stettler, Kassier Thomas Abegglen, Jungschützenchef Peter Graber und Walter Reber im Ressort Nachwuchs. Die Vereine sind aufgerufen, mögliche Ersatzleute vorzuschlagen.

Das Stockhorn als Symbol

Das nächste Oberländische Schützenfest wird vom 27. August bis 12. September 2021 an drei Wochenenden im Raum Thun als dezentraler Schiessanlass durchgeführt. Von Hanspeter Reusser war zu erfahren, dass der Trägerverein mit OK-Präsident Jürg Stäger formell gegründet ist. Das Stockhorn ist von den acht 300-m-, den zwei Pistolen- und von der Kleinkaliber-Schiessanlage aus sichtbar und wird so zum Symbol.

Berner Oberländer

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