Zum Hauptinhalt springen

Die kleine Rache der Feuerwehr

Jahrelang wurde im Kirchberger Dem Muki-Deutsch im Kirchberger Feuerwehrmagazin kam über Nacht der Schulraum abhanden.

Es mochte ein Zufall sein – oder auch nicht. Tatsache ist: An der letzten Kirchberger Gemeindeversammlung sprach sich das Stimmvolk gegen eine Erweiterung des Feuerwehrmagazins aus. Die Angehörigen des Löschtrupps fühlten sich dadurch – zurückhaltend formuliert – ziemlich brüskiert. Tatsache ist weiter: Kurz nach der Abstimmung teilte die Feuerwehr den Verantwortlichen des «Deutsch- und Integrationskurses für fremdsprachige Mütter und ihre Vorschulkinder» (kurz: Muki-Deutsch) mit, dass sie einen ihrer zwei Räume in ebendiesem Magazin räumen müssen. Ob das Nein der Gemeinde zur Feuerwehr direkt mit dem Nein der Feuerwehr zum von der Gemeinde angebotenen Kurs zusammenhängt, mag Feuerwehrkommandant Urs Kiener nicht sagen. Jedenfalls nicht so direkt. Grundsätzlich, sagt er, habe die Feuerwehr nie vorgehabt, den Kursleuten dieses Zimmer langfristig zur Verfügung zu stellen. «Als wir angefragt wurden, ob wir dem Muki-Deutsch einen Raum ein Quartal lang überlassen würden, hatten wir nichts dagegen», sagt Kiener. Doch aus dem Vierteljahr seien ein halbes Dutzend Jahre geworden, «obwohl von der Schule oder der Gemeinde nie jemand mit uns gesprochen hat». Die Feuerwehr habe «beide Augen zugedrückt» und den Muki-Leuten den Platz weiterhin gratis überlassen. Nur: Als die Muki-Leute auch noch die Kommandozentrale des Rettungsdienstes zu Bildungszwecken okkupierten, war für Kiener die Toleranzgrenze überschritten. Er erklärte diesen Raum für die Kursgeber über Nacht für tabu. Das Zimmer, in dem sie mit dem Unterricht angefangen hatten, können sie aber weiterhin benutzen. Dass das Abstimmungsverhalten der Lehrerschaft seinen Schliessungsbeschluss beeinflusst oder beschleunigt haben könnte, streitet Urs Kiener nicht ab. Er gibt es aber auch nicht zu. Es sei, räumt er ein, kein Geheimnis, dass «der grösste Teil der Lehrerschaft» an der Gemeindeversammlung null Bereitschaft signalisiert habe, die Ausbaupläne der Kirchberger Feuerwehr zu unterstützen. Nur, eben: Das müsse in Sachen «Muki-Deutsch» nichts heissen. Nicht unbedingt. Johannes Hofstetter >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch