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Die Lysser zahlen wieder mehr Steuern

budgetLetztes Jahr hat das Parlament tiefere Steuern erzwungen. Kommendes Jahr werden die Steuern bereits wieder steigen.

Ab dem Jahr 2012 wird Lyss durch die Anpassungen im Finanz- und Lastenausgleich (Filag) stärker belastet. Zusätzliche 1,1 Millionen Franken fehlen so in der Kasse. Dies entspricht 0,6 Steuerzehnteln. «Nach eingehender Diskussion» habe er beschlossen, dies auszugleichen, teilte der Gemeinderat gestern mit. Er nehme damit Rücksicht «auf die besorgniserregende Entwicklung des Finanzhaushalts in den kommenden Jahren». Lyss hat im Vergleich mit allen bernischen Gemeinden eine leicht überdurchschnittliche Steuerbelastung. Denn die Gemeinde übernehme als Zentrum zwischen Bern und Biel Aufgaben für die ganze Region, begründet der Gemeinderat. Zur Erhöhung hat das Parlament nichts zu sagen. Denn der Gemeinderat muss das Budget wegen der Änderungen im Filag ausnahmsweise in Eigenregie genehmigen. Letztes Jahr machte ihm das Parlament einen Strich durch die Rechnung. Er wollte die Steuern bei 1,7 belassen, doch das Parlament drückte sie auf 1,65 hinunter. Die Bürgerlichen, allen voran die SVP, setzten beim Budget 2011 rigoros den Rotstift an und brachten bei der Budgetdebatte vom Dezember Sparanträge von knapp 800000 Franken durch. Für kommendes Jahr setzt der Gemeinderat selber den Rotstift an. Wie er mitteilt, hat er budgetierte Ausgaben von rund 200000 Franken gekürzt. Und das Parlament hat ihn dazu veranlasst, beim Unterhalt zu sparen: 500000 Franken kürzt er nun in diesem Bereich. Der Gemeinderat warnt aber, in den Unterhalt der Infrastruktur werde schon seit längerem zu wenig investiert. Die Gemeinde müsse dort «wichtige Überlegungen anstellen», damit nicht ein grosser Nachholbedarf entstehe. Im Moment sei die Reduktion noch zu verantworten.kle>

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