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Die Pfader hatten sich verirrt

Freiburg/BielDer tödlichen Wanderunfall eines

Nach dem Tod eines 13-jährigen Pfadfinders am 3.August haben die Behörden ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt eingeleitet. Der Knabe aus der Region Biel stürzte bei einer Gruppenwanderung an der Pointe de Paray in den Freiburger Alpen ab. Das Pfadilager mit Kindern aus der Region Biel hatte seine Zelte bei Grandvillard aufgeschlagen. Auf dem Programm stand Anfang August eine 48-stündige Wanderung. Diese sollten die Pfadfinder in kleineren Gruppen unternehmen, wie der zuständige Staatsanwalt Laurent Moschini am Montag mitteilte. Jede Gruppe bestand aus einem Chef und seinem Stellvertreter. Im Falle der betroffenen Vierergruppe war der Gruppenchef 14-jährig, sein Stellvertreter 13-jährig. Diese beiden wählten eine dreitägige Route aus mit rund 70 Leistungskilometern. Dies wurde von den Verantwortlichen des Lagers genehmigt. Vom Weg abgekommen Am 2.August gegen 14 Uhr wanderte die Vierergruppe los. Ausgerüstet waren die Jugendlichen mit Wanderschuhen, Regenzeug und einem Mobiltelefon. Die vier kamen jedoch schon bald vom vorgesehenen Weg ab. Sie nahmen Kurs auf die 2374 Meter hohe Pointe de Paray, einen Berg, den Bergführer für anspruchsvoll halten. Die Gruppe wurde von der Nacht überrascht, wanderte aber im Licht von Taschenlampen noch bis etwa 1 Uhr früh weiter, wie aus der Mitteilung des Staatsanwalts hervorgeht. Die vier wussten nicht mehr genau, wo sie waren. Schliesslich campierten sie in ihren Schlafsäcken auf Felsen in einem Abhang. Am nächsten Morgen marschierte die Gruppe gegen 8 Uhr weiter. Die Jugendlichen versuchten den Gipfel über eine andere Route zu erreichen. Dazu mussten sie über eine steile Böschung absteigen. Regen in der Nacht Weil es in der Nacht geregnet hatte, war der mit Steinen und Felsen durchsetzte Grashang sehr rutschig. Gegen halb neun rutschte einer der Pfadfinder etwa vier Meter ab und versuchte vergeblich, sich irgendwo festzuhalten. Schliesslich schlug der Junge auf einem Felsen auf und rollte von dort weiter. Die Rega konnte ihn nur noch tot bergen. Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass es zwischen der Gruppe und dem Lagerleiter vor dem Unfall keinen telefonischen Kontakt gab. Der Chef der Gruppe hatte versucht, den Lagerleiter zu erreichen, dies scheiterte offenbar aber an einem Problem mit dem Telefonnetz.sda/hus>

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