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Die Sanierung wird teurer

Die Sanierung des Stadttheatergebäudes kostet weit mehr als ursprünglich angenommen. Die Rede ist von 53 Millionen Franken.

Das Stadttheater hat viele Probleme, doch nicht alle sind hausgemacht: Den miserablen Zustand des Theatergebäudes am Kornhausplatz haben sich vor-ab die Behörden zuzuschreiben. Weil der Unterhalt aus Spargründen jahrelang vernachlässigt wurde, muss die öffentliche Hand nun tief in die Tasche greifen: Ein Vorprojekt, das im Sommer letzten Jahres in Auftrag gegeben wurde, schätzt das aufgelaufene Unterhaltsdefizit auf 53 Millionen Franken. Das ist weit mehr als ursprünglich erwartet. Bisher war stets von rund 20 Millionen die Rede. Gestern gestand Stadtbauten Bern (Stabe) als Eigentümerin offiziell ein, was längst ein offenes Geheimnis war: Man habe «nicht genug gemacht» für den Unterhalt des Gebäudes, liess sie gegenüber dem «Bund» verlauten. Nach der letzten grossen Sanierung (1982–1984) wurde der Unterhalt des Stadttheaters über zehn Jahre lang gänzlich unterlassen. Und die im Subventionsvertrag festgeschrieben 1,7 Millionen pro Jahr reichen für den Unterhalt bei weitem nicht aus. Nach vorsichtigen Schätzungen wäre mindestens doppelt so viel notwendig. Wie die Gesamtrenovation finanziert werden soll, bleibt vorderhand unklar. Obwohl das Gebäude der Stadt (beziehungsweise der Stabe) gehört, will sich auch der Kanton an den Kosten beteiligen – allenfalls mit 20 bis 30 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds. Klar ist: Die Zeit drängt. Falls sich die Subventionsbehörden nicht bald zu einem Entscheid durchringen, ist die Zukunft des Stadttheaters – und mit ihm auch das Fusionsprojekt mit dem Berner Symphonieorchester – definitiv in Gefahr. mei >

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