Die Solidarität gibt der Familie Kraft

Interlaken

Die Benefizveranstaltung «Nicht ohne meine Töchter» lockte am vergangenen Samstag im Interlakner Kunsthaus zahl­reiche Menschen an. Sie alle bekundeten ihre Solidarität mit der Mutter und deren Familie und spendeten grosszügig.

Karin Trachsel-Amin und Bruder Thomas beim Benefizanlass «Nicht ohne meine Töchter» beim Kunsthaus Interlaken.

Karin Trachsel-Amin und Bruder Thomas beim Benefizanlass «Nicht ohne meine Töchter» beim Kunsthaus Interlaken.

(Bild: Sonja L. Bauer)

Es war viel los in Interlaken am Samstagabend. Überall stiegen Festlichkeiten: im Festdorf, im Zelt, im Kunsthaus. Zudem schien die Sonne, als wäre es ihr letztes Mal in diesem September, und entsprechend viele Menschen flanierten durch die Strassen. Dennoch besuchten zahlreiche Menschen die Benefizveranstaltung «Nicht ohne meine Töchter» im Kunsthaus. Sie verweilten, redeten, assen und tranken, bevor sie weiterzogen.

Und natürlich spendeten sie: Der Erlös des vom Bruder der Mutter, Thomas Trachsel, und seinen Freunden organisierten Anlasses geht vollumfänglich an die Familie Trachsel, damit sie weiter um die beiden Töchter von Karin Trachsel-Amin kämpfen kann. «Es kamen über 10'000 Franken zusammen», so Thomas Trachsel.

Ein Strahlen in der Nacht

Das Mitfühlen und das Mittragen ihrer Last durch die Anwesenden täten ihr gut, sagte auch Mutter Karin Trachsel-Amin. «Dies gibt uns wieder Kraft.» Ab und an huschte gar ein strahlendes Lachen über das Gesicht der vom Schicksal gebeutelten jungen Frau – trotz oder gerade wegen der vielen Kinder, die sich am Fest bereits am Nachmittag schminken liessen oder mit einem der vielen Kinderfahrzeuge ums Kunsthaus flitzten.

Karin Trachsel-Amin und ihre Familie waren am Fest anwesend und genossen sichtlich die Solidarität, die ihnen entgegengebracht wurde. Was wird sie mit dem Geld tun? «Ich werde weiterkämpfen.» Sie hoffe, dass die Aufmerksamkeit, die sie zurzeit erhalte, dazu beitragen helfe, ihre Kinder zurückzuholen.

Dass dies auch aufseiten der Anwesenden ein grosses Anliegen ist, zeigte das enorme Engagement der Sponsoren und der Musiker, welche ehrenamtlich auftraten. Da waren Pries & Friends, Tres Pesetas und Crazy Mofos, die allein über drei Stunden musizierten. So lange, bis das Kunsthaus, das die Familie sehr günstig mieten konnte, die Türen schloss. Zudem wurden Würste, Brot, Käse, Bier und ein Trixie-Rad, das versteigert wurde, gesponsert. Und selbst die Security stellte kostenlos Personal. Thomas Trachsel: «Wir sind sehr glücklich und danken allen von Herzen.»

Berner Oberländer

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