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Die Technik ist seine Stärke

Der BSV Bern Muri mit Goran Cvetkovic tritt heute (20 Uhr, Gümligen) zum Cup-Viertelfinalspiel gegen St.Otmar St.Gallen an.

Die zweite Halbzeit des letzten BSV-Heimspiels des Jahres 2009 war die Halbzeit des Goran Cvetkovic. Vor der Pause hatte der Serbe kaum Einfluss auf das Angriffsspiel des BSV Bern Muri genommen. Doch dann drehte der Linkshänder auf und erzielte in den zweiten 30 Minuten zehn Tore. Die Berner gewannen gegen St.Otmar St.Gallen mit 34:28 und stiessen in der Tabelle der NLA auf den zweiten Platz vor. «Wir haben besser verteidigt, und so konnte ich aus Gegenstössen Tore erzielen», sagt der 26-Jährige rückblickend. «Und wenn es läuft, dann läuft es.» Gleicher Gegner Anderthalb Monate sind seither vergangen. Der BSV Bern Muri hat sich mit zwei Turnieren und einem Testspiel gegen Suhr Aarau (34:24) auf die zweite Meisterschaftsphase vorbereitet. Der erste Gegner im Jahr 2010 heisst wieder St.Otmar. Die Berner können heute im Cup-Viertelfinal erneut zu Hause antreten und hoffen – unter anderem – wieder auf Tore Cvetkovics. «Dieses Spiel ist noch wichtiger als die Begegnung vor Weihnachten», meint der Serbe. «Es ist ein Pokalspiel, wo der Verlierer nicht mehr am Wettbewerb teilnehmen kann. Und St.Otmar wird noch mehr um den Erfolg kämpfen als im Dezember.» Im heutigen Spiel hoffen die Berner unter anderem wieder auf viele Volltreffer von Goran Cvetkovic. Einem Handballer, der nicht mit roher Gewalt Tore erzielen kann. Die Stärken des 26-jährigen Serben liegen in einer ausgezeichneten Technik und einem guten Auge für das Spiel. Durchbrüche und Schlenzwürfe gehören zu seinen bevorzugten Aktionen. Cvetkovics Position ist die des rechten Rückraumspielers. Allerdings könnte er, seiner Spielübersicht wegen, auch in der Mitte eingesetzt werden. «Es ist allerdings für die Mitspieler ungewohnt, wenn der Spielmacher Linkshänder ist», sagt Cvetkovic. «Und wir haben beim BSV mit Benjamin Echaud und Tobias Baumgartner zwei gute Spielmacher.» Verletzungsfrei Cvetkovic, der mit einer Serbin verheiratet ist, spielt seit 2005 in der Schweiz. Erst bei Pfadi Winterthur, seit 2007 beim BSV Bern Muri. Der Serbe musste zweimal verletzungsbedingt für längere Zeit den Handballfeldern fernbleiben. In seiner ersten Saison bei Pfadi erlitt er einen Kreuzbandriss. Im Dezember 2007 musste er sich nach nur neun Spielen für den BSV Bern Muri wegen eines Fussknöchelbruchs erneut operieren lassen. Cvetkovic fiel bis zum Ende der Saison 2007/08 aus. An die Verletzungen denke er nicht mehr. «Sonst könnte ich nicht so gute Leistungen zeigen.» Der Serbe denkt auch bereits an die Zeit nach dem Spitzensport. An der Feusi-Schule in Bern hat er im letzten Herbst eine speziell auf Spitzensportler zugeschnittene Ausbildung begonnen. Cvetkovic hofft, so 2013 einen Abschluss als Bachelor of Business Administration erlangen zu können. Sein Vertrag beim BSV läuft bis im Sommer 2012. «Wenn bis dann alles gut läuft, dann könnte ich mir auch vorstellen, noch länger in Bern zu bleiben.» Reto Pfister >

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