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Die teure Bernstrasse

Tram Region BernWährend das Tram in Köniz mehrheitlich auf Kantonsstrassen rollen wird, hat Ostermundigen das Nachsehen. Die Bernstrasse ist eine Gemeindestrasse. Warum eigentlich?

Sind Ostermundigen und Köniz dereinst mit einem Tram verbunden, wird dieses in Köniz zu achtzig Prozent auf Kantonsstrassen fahren. In Ostermundigen sieht das anders aus. Die Bernstrasse als Hauptachse der Gemeinde gehört auch der Gemeinde. Das wird Ostermundigen beim Projekt «Tram Region Bern» finanziell stärker belasten. Ulrich Seewer, Leiter der Abteilung Gesamtmobilität beim Kanton Bern hat eine Erklärung dafür, weshalb die Strasse in Gemeindebesitz ist: «Sie dient primär dem Ortsverkehr.» Daneben verfüge Ostermundigen über eine Umfahrungsstrasse – und die gehöre dem Kanton und werde von diesem finanziert. In Köniz hingegen gebe es keine Umfahrung. Deshalb gehören diese Strassen dem Kanton. Allerdings macht Seewer auch deutlich: Alles, was direkt mit der Traminfrastruktur zu tun hat, wird auch Ostermundigen auf der Bernstrasse nicht selber bezahlen müssen. Umgebungsarbeiten wie die Trottoirs oder die Neugestaltung der Plätze hingegen entfallen auf die Gemeindekasse. Auf die drei Gemeinden, durch die das Tram Region Bern fahren soll, kommen happige Kosten zu. Von 550 Millionen Franken übernimmt der Kanton 300 Millionen, der Bund beteiligt sich voraussichtlich mit 120 Millionen Franken. Für die drei Gemeinden bleiben 90 Millionen Franken. Wer wie viel bezahlen muss, hängt davon ab, wie stark die Umgebung der Tramlinie in den jeweiligen Gemeinden aufgewertet wird. Für den Restbetrag von 40 Millionen Franken kommen andere Stellen wie etwa die Eigentümer von Werkleitungen auf.Lucia ProbstSandra Rutschi>

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