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Die Wirtschaftskrise konnte Swatch nichts anhaben

SwatchDer Uhrenkonzern hat die Wirtschaftskrise mehr als nur überwunden: Swatch konnte gestern einen Rekordgewinn bekannt geben.

1,08 Milliarden Franken blieben der Swatch Group Ende letzten Jahres unter dem Strich übrig. Im Vergleich zu 2009 verdiente der Uhrenkonzern im Jahr 2010 damit 41,5 Prozent mehr. Hauptgrund für den Gewinnanstieg war eine bessere Auslastung der Produktionskapazitäten. Der Betriebsgewinn kletterte bei einem um 18,8 Prozent höheren Umsatz um beinahe 60 Prozent in die Höhe und belief sich auf 1,44 Milliarden Franken, wie Swatch gestern mitteilte. Offensichtlich konnte selbst der starke Franken den Uhrenkonzern mit Sitz in Biel nicht bremsen, auch wenn sich die Währungssituation negativ auf Umsatz und Gewinn ausgewirkt hat. Der Aufschwung des letzten Jahres dürfte zudem weiter anhalten: In ihrem Communiqué schreibt die Swatch Group, zu der beispielsweise die Uhrenmarken Tissot, Omega, Longines und Rado zählen, der Aufwärtstrend habe sich im Januar bestätigt. Man blicke daher trotz negativer Währungskonstellation positiv auf die nächsten Monate. Tatsächlich stösst Swatch in einigen Bereichen der Produktion bereits wieder an Grenzen. Als positiv habe sich im Aufschwung die Strategie des Konzerns erwiesen, in der Finanzkrise keine Arbeitsplätze abzubauen, schreibt Swatch. 2010 wurden 1600 neue Stellen geschaffen. Die Mitarbeiterzahl von Swatch ist damit auf über 25000 angestiegen. 10 Milliarden im Visier Neue Stellen wurden einerseits durch den Ausbau der Produktionskapazitäten geschaffen, andererseits aber auch im Verkauf. Mit dem Ausbau des Verkaufsbereichs und mit Werbung und Markenpflege will Swatch das langfristige Konzernwachstum sichern. Dabei will der Schweizer Uhrenkonzern hoch hinaus: Wie Konzernchef Nick Hayek in den vergangenen Wochen verlauten liess, soll der Umsatz mittelfristig 10 Milliarden Franken überschreiten. In diesem Zusammenhang stehen auch die Projekte für neue Fabriken in Boncourt und La Chaux-de-Fonds. Entscheidend für die Entwicklung dürfte für Swatch der asiatische Markt sein. Letztes Jahr war dieser am Wachstum des Konzerns massgeblich beteiligt. Höhere Preise Zur Entwicklung des Uhrenkonzerns beigetragen haben nicht nur die Luxusuhren, die weltweit bei den Uhrenmachern für hohe Wachstumsraten sorgen. Gemäss Swatch konnte in allen Preissegmenten ein Wachstum im deutlich zweistelligen Prozentbereich erzielt werden. Dass nebst dem Umsatz auch der Gewinn deutlich stieg, ist nicht nur auf höhere Produktionsmengen zurückzuführen, sondern auch auf Preiserhöhungen auf gewissen Produkten. Diese hätten zusammen mit diversen Effizienzsteigerungen zu einer höheren Marge beigetragen. Eine bessere Marge vermeldet Swatch nicht nur bei Uhren und Schmuck, sondern auch beim Geschäft mit elektronischen Systemen, das rund 7 Prozent des Gruppenumsatzes ausmacht. Dessen Spartenergebnis fiel bei einem Umsatzanstieg von knapp 12 Prozent mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr. Gruppe schwimmt im Geld Das Rekordergebnis 2010 führt dazu, dass Swatch förmlich im Geld schwimmt. Mit der hohen Liquidität und der sehr soliden Situation beim Eigenkapital werde der Konzern interessante Chancen zur Erhöhung der Marktanteile zu nutzen wissen, hiess es dazu im Communiqué. Nicht leer ausgehen werden auch die Aktionäre: Die Dividende wird um 25 Prozent auf 5 Franken je Inhaberaktie und 1 Franken je Namensaktie erhöht. An der Börse legten die Aktien gestern kräftig zu. Sie schlossen 5,8 Prozent im Plus und entwickelten sich damit deutlich besser als der Leitindex SMI, der um 0,42 Prozent zulegte. sda>

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