Zum Hauptinhalt springen

Die Young Boys wollen auf diesem Weg weitergehen

Die Routiniers Alain Nef und Christoph Spycher rühmten nach dem 4:2 gegen den FCZ die Fortschritte im Team. «Nun müssen wir den eingeschla-genen Weg weitergehen», sagte Spycher.

YB-Verteidiger Alain Nef zeigte sich, kurz nachdem das 4:2 über den FCZ feststand, gesprächig. Anders als vor Wochenfrist, als YB in Bellinzona 5:1 gewonnen hatte, stand den Berner Spielern diesmal weniger die Erleichterung über einen geglückten Jahresauftakt, sondern vielmehr die Gewissheit, einen starken Gegner überzeugend besiegt zu haben, ins Gesicht geschrieben. Nef sprach nach dem Spiel von ei-nem gelungenen Auftritt. «Zürich spielte zwar mit, doch wir vermochten schnell Druck zu entwickeln.» In der Tat: YB zeigte vor allem in der Startphase Offensivdrang, aus den ersten zehn Minuten resultierten drei gute Chancen und das Eigentor von Zürichs Verteidiger Jorge Teixeira. Die neun Tore in den ersten zwei Spielen des Jahres kommen im Vergleich mit der mageren Torproduktion der Vorrunde fast einem Exploit gleich. Im Spiel gegen seinen früheren Arbeitgeber schaltete sich auch Nef offensiv ein: Vor dem zweiten Treffer leistete der Zürcher mit einem Doppelpass und einem Schuss die Vorarbeit. Dass Zürich ausgleichen und zurück ins Spiel finden konnte, habe sich YB in erster Linie selbst zuzuschreiben, sagte Nef. «Bei Freistössen muss die Zuteilung einfach stimmen, auch wenn die Offsidefalle nicht zuschnappt, darf der Torschütze niemals so alleine bleiben», hielt Nef als Konsequenz von Silvan Aegerters Kopfballtor fest. «Wir wussten ja, dass Zürich bei Freistössen gefährlich ist», trotzdem habe man den Gegner bei Standards nie richtig kontrolliert. Spycher spricht von Erfahrung Nefs Teamkollege Christoph Spycher blickte nach dem Spiel bereits wieder nach vorne. Wie schon gegen Bellinzona kam der Könizer auf der linken Aussenbahn im Mittelfeld zum Einsatz. Obwohl er sich dort wohl zu fühlen scheint, wollte Spycher nach dem Spiel keine grossen Worte über seine neue Position verlieren: «Das System ist egal. wichtig ist, dass wir einen weiteren Schritt vorwärts gemacht haben.» Nach dem Spiel zog es Spycher zu seiner Familie am Spielfeldrand. Sohn Dominic (4) durfte danach sogar beim Feiern vor der Fankurve mittun und blieb auch während der Interviews bei seinem Vater. Mit dem Nachwuchs an der Hand sagte Spycher, YB sei auf dem richtigen Weg, «weil auch die Jungen ihre Erfahrungen gemacht haben». Dazu hat vielleicht auch die eine oder andere ungenügende Leistungen der Vorrunde beigetragen. Spycher sagt: «Nun müssen wir den eingeschlagenen Weg weitergehen.» Die YB-Spieler geben sich auch nach der zweiten starken Leistung der Rückrunde bescheiden. Obwohl es ihnen in dieser Meisterschaft erstmals gelang, das Heimpublikum so richtig zu begeistern, hüten sie sich, von einem Angriff auf die Tabellenspitze zu sprechen. «Es klingt langweilig, aber wir müssen weiter punkten und auf Ausrutscher der anderen hoffen», sagt etwa Mario Raimondi, der mit seinem Tor zum 4:2 das Team und seinen Anhang erlöst hatte. Moritz MarthalerTelegramm Seite 26>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch