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Dieses Jahr will fast niemand den Sozialpreis abholen

BurgdorfDie Anmeldefrist für den diesjährigen Preis für soziales Engagement wird bis Ende Monat verlängert – weil die Beteiligung derzeit noch alles andere als rege ist.

Der Preis für soziales Engagement, den die Stadt Burgdorf seit 2008 ausschreibt, würdigt das Wirken von Einzelpersonen und Institutionen, die sich um das Wohlergehen von Minderheiten oder bestimmten Bevölkerungsgruppen kümmern. Wer dieses Jahr für das Preisgeld von 5000 Franken infrage kommt, ist noch offen und bleibt es bis auf weiteres. Bis dato gingen auf der Sozialdirektion nämlich nur zwei Bewerbungen ein – zu wenig, um eine engere Auswahl zu treffen und dann die Jury den Sieger küren zu lassen. Aus diesem Grund hat die Kommission für Soziales beschlossen, die Anmeldefrist, die morgen Samstag eigentlich ablaufen würde, bis zum 1.September zu verlängern. Erlaubt ist nicht nur die Selbstbewerbung, sondern auch die Fremdanmeldung. Wer also von einer Person oder Organisation denkt, dass sie eine Anerkennung verdient hätte, ist eingeladen, den Vorschlag bei der Stadt einzureichen. Das Motto der diesjährigen Ausschreibung lautet «Engagement für bedürftige Menschen». Lieber nur alle zwei Jahre? Warum fiel die diesjährige Beteiligung bisher so mager aus? Hat sich der Preis bereits ein wenig zu Tode gelaufen? «Das haben wir auch schon diskutiert und uns die Frage gestellt, ob man den Preis künftig nur alle zwei Jahre durchführen sollte», sagt die zuständige Gemeinderätin Annette Wisler Albrecht auf Anfrage. Allerdings sei man zum Schluss gekommen, dass im Sinne einer Gleichbehandlung am Einjahresrhythmus festgehalten werden solle, denn: Andere städtische Ehrungen wie der Altstadtpreis oder die Sportlerehrung fänden ebenfalls alljährlich statt. Dass es für den aktuellen Sozialpreis noch nicht gerade von Bewerbern wimmelt, führt Gemeinderätin Wisler weniger auf schwindendes Interesse denn auf besondere Umstände zurück. Heuer habe man die Preisverleihung wegen eines personellen Wechsels beim Organisationsteam nicht wie bisher auf den Frühling, sondern auf den Herbst angesetzt und die Ausschreibung im Frühsommer lanciert. «Während der darauf folgenden Sommerferien ging das Thema bei vielen Leuten wohl etwas vergessen», mutmasst die Sozialvorsteherin. Mit der Verlängerung der Anmeldefrist hoffe man nun, Gegensteuer zu geben. Annette Wisler nennt einen weiteren Grund für die spärlichen Anmeldungen: Das aktuelle Thema sei vielleicht nicht optimal gewählt. Meist erfolge die Betreuung von bedürftigen Menschen nicht auf freiwilliger Basis, sondern professionell – entsprechend eng sei wohl der Kreis derer, die für den diesjährigen Preis überhaupt infrage kämen. So oder so warte man nun aber gespannt auf weitere Bewerbungen. Beim ersten Mal 20 Bewerber Der Burgdorfer Preis für soziales Engagement geht auf einen 2005 eingereichten Vorstoss der damaligen jungfreisinnigen Stadträtin Patrizia Zurbrügg zurück. Mit ihrer Motion wollte sie für die über 250 Organisationen und Institutionen der Stadt, aber auch für Gruppen und Einzelpersonen einen Anreiz schaffen, sich aktiv um die soziale Integration zu bemühen. An der ersten Ausschreibung vor vier Jahren beteiligten sich über 20 Bewerber.Hans HerrmannBewerbungen sind bis am 1.September einzureichen an: Sozialdirektion Burgdorf, Kirchbühl 17, 3402 Burgdorf. Weitere Infos unter www.burgdorf.ch.>

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