Zum Hauptinhalt springen

Digital Logic AG verkauft

Die Luterbacher Digital Logic AG wird nach Deutschland verkauft. Der Standort im Solothurnischen ist aber nicht gefährdet.

Die deutsche Kontron AG erwirbt die Aktienmehrheit an der Digital Logic AG. Dies teilt die Luterbacher Firma auf ihrer Webseite mit. Der Computerhersteller aus Echingen bei München übernimmt rückwirkend auf den 1. September vorerst 78 Prozent der Anteile der Herstellerin von Mini-Computern in Luterbach. Angestrebt wird eine Übernahme zu 100 Prozent. Der gesamte Kaufpreis liegt im mittleren einstelligen Millionenbereich.

Kein Stellenabbau

«Der Standort Luterbach und die Arbeitsplätze sind dadurch nicht gefährdet», sagt Felix Kunz, Gründer der Digital Logic AG. Im Gegenteil, der Verkauf helfe Standort und Arbeitsplätze zu sichern. Im ersten Halbjahr sei ein «sehr guter» Auftragseingang verzeichnet worden, fährt Kunz fort. Und man rechne durch die Übernahme gar mit einem Stellenausbau. Die momentane Wirtschaftskrise habe beim Verkauf «nur eine untergeordnete Rolle» gespielt, sagt Kunz.

Digital Logic wurde 1992 vom einheimischen «Tüftler» Felix Kunz gegründet. Die Firma entwickelt robuste Kleinstcomputer für die Industrie. Zu den Kunden gehören unter anderem Roche, ABB, Audi und Porsche, Boeing oder die Nasa. Digital Logic beschäftigt in Luterbach gut 100 Mitarbeiter und 17 Lehrlinge. 1997 erhielt Kunz den Schweizer Jungunternehmerpreis und im Januar 2009 wurde er mit dem Solothurner Unternehmerpreis ausgezeichnet.

Synergien werden genutzt

Die Kontron AG ist einer der weltweit grossen Hersteller von «Embedded Computer Technology», von «eingebetteten» Computern, wie sie auch Digital Logic herstellt. Mit der Übernahme erweitert Kontron ihre Präsenz im mitteleuropäischen Raum und erwartet einen Anstieg von Marktanteilen. Dazu sollen insbesondere Synergieeffekte durch die Einbindung in das internationale Vertriebsnetz der Kontron beitragen sowie die verbesserten Einkaufsbedingungen für Digital Logic.

Das erworbene Aktienpaket stammt von Kunz. Die Inhaber der restlichen 22 Prozent bekommen in nächster Zeit ein vergleichbares Angebot. Kunz zieht sich aus der Geschäftsleitung zurück, bleibt aber Verwaltungsratspräsident.

ST/nak

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch