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Direktoren wollen mehr Berufsabschlüsse

Die Bildungsdirektoren der Nordwestschweiz wollen die Quote der Berufsbildungsabschlüsse erhöhen.

Für Schulabgänger soll das Angebot an Attestlehren verdoppelt und für Erwachsene ohne Berufsabschluss die Möglichkeit zur Nachholbildung verbessert werden. Damit sollen deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen.

2.400 von 13.000 Schulabgängern in der Nordwestschweiz würden in ein zehntes Schuljahr oder ein Brückenangebot übertreten, erklärten die Bildungsdirektoren der Kantone Aargau, Solothurn und beider Basel am Montag in Olten. Bei rund einem Drittel sei diese «Warteschlaufe» nicht nötig. Damit mehr junge Menschen den Einstieg in eine Berufsausbildung schafften, brauche es mehr niederschwellige Angebote wie Attestlehrstellen, die mit der zweijährigen Grundausbildung ein Fundament für die weitere berufliche Karriere schaffen könnten. In Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, den öffentlichen Betrieben und der Verwaltung wollen die Bildungsdirektoren das Angebot an Attestlehrstellen bis in drei Jahren auf 1.400 verdoppeln. Ausbaupotenzial sehen sie in den kaufmännischen Berufen, im Detailhandel, im Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialbereich.

Bei den Erwachsenen mit Berufserfahrung aber ohne abgeschlossene Lehre soll die Möglichkeit, den Berufsabschluss nachzuholen, ausgebaut und koordiniert werden. Eine Lehrabschlussprüfung ohne Berufslehre abzulegen, ist für Erwachsene mit mehrjähriger Berufserfahrung und den nötigen theoretischen Fachkenntnissen schon lange möglich. Jetzt geht es vor allem darum, die Anerkennung und Anrechnung von nicht formell erworbenen Kenntnissen umzusetzen, die das neue Bundesgesetz über die Berufsbildung vorsieht. Die Nordwestschweizer Kantone wollen gemeinsam die Anerkennungs- und Anrechnungsverfahren von den kantonalen Behörden im Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden aufbauen. Dies gilt teilweise auch für die Angebote, um einzelne Ausbildungsteile nachzuholen. Das Angebot solle optimiert und transparenter gemacht werden, damit mehr Erwachsene auf dem für sie idealsten Weg zu einem Berufsabschluss kommen. Und schliesslich wollen die Bildungsdirektoren auch die Berufsmaturität fördern, die in der Nordwestschweiz noch weniger besucht wird als im schweizerischen Schnitt.

AP/mus

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