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Im Stich gelassen

Verdurstete Schweine, unterernährte Kühe: Vernachlässigte Tiere sorgen im Kanton Bern immer wieder für Schlagzeilen.

Es waren traurige Bilder, die die Kantonspolizei Bern vorgestern Donnerstag veröffentlichte: In einem verlotterten Stall in Studen stiessen Polizei und Veterinäramt auf völlig vernachlässigte Tiere: 30 Kälber, 24 Milchkühe, 23 trächtige Rinder und Mutterkühe sowie ein Muni stehen auf Bergen von Mist. Ein Tier muss vor Ort eingeschläfert werden, es ist unterernährt und fiebert. Der Halter wird wegen Verstössen gegen das Tierschutz- und das Umweltschutzgesetz angezeigt.Ähnliche Schlagzeilen machte im April des letzten Jahres der Halter zweier Hängebauchschweine in Oberburg. Die Tiere verdursteten in einem Stall, weil der Besitzer sie total vernachlässigte. Er wurde «wegen starker Vernachlässigung mit Todesfolge» angezeigt. Eine Kontrolle der Polizei in einem Schweinezucht- und Mastbetrieb in Grünen bei Sumiswald im August 2004 brachte ebenfalls unappetitliche Bilder ans Tageslicht: Rund 500 Schweine lebten auf mit Ausscheidungen verschmutzten Stallböden. In verschiedenen Buchten, im Stallgang und sogar in einem Fass fanden die Kontrolleure tote Tiere. Ein Kadaver war durch die anderen Schweine zur Hälfte gefressen worden. Auch hier vernachlässigte der Halter seine Tiere komplett. Er wurde schliesslich zu 20 Tagen Gefängnis bedingt verurteilt. Zudem musste er eine Busse von 3000 Franken und die Verfahrenskosten von 1400 Franken bezahlen.Grausig auch der Fund, den die Polizei im Juni 2001 in Walkringen machte: In einem Tal abseits des Dorfes lagen in mehreren Ställen 30 Tierleichen, zum Teil bereits bis aufs Skelett verwest. Manche der Rinder, Pferde, Schafe, Hühner, Hunde und Katzen waren seit Jahren tot und wurden in Metall- und Kunststofffässern aufbewahrt.

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