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Drei Punkte im Fernkampf

Die Partie zwischen Thuns U-21 und Kerzers ist frei von Spannung gewesen: Die Oberländer gewannen mit 4:0 Toren.

Die Kollektion Oberländer Talente spielt momentan nicht bloss um den Gruppensieg. Sie konkurriert auch mit der U-21-Auswahl des Kantons Aargau. Jenes der beiden Nachwuchsteams, das mehr Punkte sammelt, vervollständigt das 1.-Liga-Kontingent an U-21-Teams. Voraussetzung dafür: dass sich Thun und Aargau in ihren Gruppen durchzusetzen vermögen. Und danach schaut es gegenwärtig aus. Beide Mannschaften führen und gewannen zuletzt. Die Thuner taten das sehr überzeugend. Sie bezwangen den FC Kerzers gestern mit 4:0. Trainer Martin Schmidt war zufrieden: «Aktuell stimmt vieles.» Der Walliser etablierte das 4-3-3-System, das er auch in Mainz pflegen wird. «Damit können wir Druck erzeugen, und wenn der Gegner in Ballbesitz gelangt, rücken zwei Angreifer nach hinten, wodurch wir sehr kompakt stehen.» Ausserdem bietet es den Aussenverteidigern Gelegenheit, offensiv in Erscheinung zu treten. Muslji Isaki und Luca Cantanna nutzten das gegen Kerzers löblich aus. Cantanna bekleidet die Position des Rechtsverteidigers, seit Luca Lavorato beim FC Münsingen spielt. Davor war der Unterseer eine Alternative für die Offensive. «Mit der Umstellung bekundete ich keine allzu grossen Schwierigkeiten», sagt Cantanna. «Es gefällt mir da hinten ganz gut.» Als Linksfuss rechts zu verteidigen, damit kommt der 19-Jährige auch klar. «Erst war ja der rechte Fuss mein stärkerer. Dann wurde ich links eingesetzt – und forcierte den linken Fuss.» Cantanna wird im Sommer die Handelsmittelschule abschliessen und hofft auf Aufnahme im Profikader. Der 19-Jährige reist jeweils mit dem Zug von Unterseen nach Thun und zurück. «Das ist ziemlich aufwendig.» Es zahlt sich aber aus. Gemäss Schmidt bewährte es sich, auf Cantanna zu setzen. «Er war relativ lange lediglich Ersatzspieler. Da dachte ich immer: Wer so stark am Ball ist, der müsste eigentlich spielen. Cantanna bringt alles mit.» Überraschung Donato Auch Fabio Donato spielt auf einer für ihn ungewohnten Position: Er, eigentlicher Verteidiger, ist neuerdings Angreifer. Schmidt nimmt auch dazu Stellung: «Er drängte sich lange nicht auf hinten, schien aber immer sehr abschlussstark. Also setzte ich ihn mal als Stürmer ein.» Das Experiment erwies sich als geglückt: Donato ist aktuell der einzige Angreifer, der gesetzt ist; Felix Häsler, Valdon Sadiki und Pierre Eggmann streiten sich um die Plätze daneben. Nach dem Sieg über den FC Kerzers liegen die Thuner vier Punkte vor den Aargauern – der Aufstieg scheint wahrscheinlich. Die Thuner bangen offenbar gleichwohl weiter: «Wir sollten jedes Spiel gewinnen», mahnt Schmidt. Am Mittwoch empfangen die Oberländer um 20 Uhr den FC Sierre. Wieder mittun dürfen wird dabei Mathias Plüss. Der Verteidiger war im Spiel gegen Bern vom Platz gestellt und darauf für vier Partien gesperrt worden, was angesichts seines «Vergehens» völlig vermessen schien. Jedenfalls ist Plüss Mittwoch wieder einsetzbar. Der Berner war es auch, der verriet, dass sich letzte Woche Raphael Wicky von der U-21 verabschiedet hat. Der ehemalige Nationalspieler hatte während Monaten seinen Freund Martin Schmidt und dessen Assistenten Gerhard Krebs beim Training unterstützt. Nun zieht es ihn nach Los Angeles, wo er seine Laufbahn als Aktiver beendet hatte. Plüss dazu: «Das ist schade. Man kriegt nicht oft die Gelegenheit, mit solchen Leuten zu trainieren.» Adrian Horn>

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