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Drei Tore in einem Powerplay und ein bitteres Ende

SC LangenthalDie Oberaargauer verlieren trotz 4:2-und 5:4-Führung den NLB-Spitzenkampf gegen Visp mit 5:6 nach Penaltyschiessen.

«Es tut unglaublich weh», sagte Heinz Ehlers, Trainer des SC Langenthal, kurz nach Beendigung des im Penaltyschiessen verlorenen NLB-Spitzenkampfs gegen den EHC Visp. Nach exakt 125 Sekunden war Langenthal in Rückstand geraten. Die Reaktion der Gastgeber liess freilich nicht lange auf sich warten. Gleich im ersten Powerplay glich Marco Gruber aus – auf unkonventionelle Weise. «Die Scheibe prallte an meine Schulter und von dort ins Tor. Es gibt so Spiele, in denen der Puck einfach reinfällt», meinte der Torschütze. Noch im Startdrittel traf Gruber ein zweites Mal, und als Verteidiger Marc Leuenberger das 3:1 erzielte, hatte das Heimteam die Oberhand gewonnen. Theoretisch war der SCL während des torlosen Mitteldrittels sogar Leader, weil der Lausanne HC in Siders hinten lag. Visp gelang im Schlussdrittel der Anschlusstreffer, den Mathias Brägger aber mit einem kraftvollen Solo zum 4:2 konterte. Als dann fünf Minuten vor Schluss auch noch ein Visper auf die Strafbank musste, schien die Partie entschieden. Dann aber wurden die 1759 Anhänger Zeuge des eigenartigsten Powerplays seit Langenthals Aufstieg im Jahr 2002: Zuerst entwischte Visp-Kanadier Alexandre Tremblay und traf in Unterzahl. Wenig später hatten sich die Blau-Gelben wieder in der Abwehrzone der Walliser eingenistet, doch erneut landete die Scheibe beim Gegner – Michel Zeiter lancierte Tomas Dolana, der das Publikum mit dem zweiten Shorthander-Tor schockierte. Und während dieses noch verdutzt auf die Anzeigetafel schaute, fiel ein weiterer Treffer: Daniel Carbis schoss den SCL wieder in Führung – 5:4. NLB-Meister Visp stemmte sich vehement gegen die Niederlage, zuletzt mit einem sechsten Feldspieler anstelle von Torhüter Matthias Schoder. Und tatsächlich würgte Luca Triulzi den Puck zum Ausgleich über die Linie, 7 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit. Zuletzt entschieden die Oberwalliser die dramatische Partie im Penaltyschiessen für sich. Langenthals Trainer Heinz Ehlers nahm die Schuld für die Niederlage auf sich. Er habe zu wenige Spieler eingesetzt, diese seien daher am Ende etwas müde gewesen. Noch nicht zum Zug kam der junge Verteidiger Rajan Sataric (mit B-Lizenz von Biel), der erstmals im Aufgebot stand: «Es war ein gutes Spiel von beiden Seiten. Ich hatte vermutet, dass ich im Spitzenkampf noch keine Eiszeit erhalten würde.» Daniel Gerber>

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