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Ebner glaubt an das Potenzial von Bern

flughafen belpZum grossen Tag reiste der Besitzer gleich selber an: Am Wochenende ist Helvetic Airways definitiv auf dem Flughafen Belp gelandet.

Am Samstagnachmittag kurz nach vier Uhr ist sie erstmals zu sehen: Die weisse Fokker 100 der Helvetic Airways kreist über dem Flughafen Bern-Belp und setzt dann zur Landung an. Sanft und unter dem Applaus der Schaulustigen berühren die Räder des Flugzeugs Berner Boden. Kaum gelandet, übergiesst ein Tanklastwagen der Flughafen-Feuerwehr die Helvetic-Maschine mit Wasser – die Zürcher Fluggesellschaft ist damit endgültig in Bern angekommen. «Es ist ein tolles Gefühl, in Bern zu landen.» Diese Aussage stammt nicht von irgendeinem Touristen, sondern von Martin Ebner. Der Financier, Multimillionär und Helvetic-Besitzer lässt es sich nicht nehmen, seine Maschine auf dem Weg von Zürich nach Bern zu begleiten. Dabei bringt er auch gleich ein kleines Geschenk an die Hauptstadtregion mit: Die gesamte Crew des Erstflugs besteht aus Bernerinnen und Bernern – 15 Piloten und Flugbegleiterinnen habe man in der Region bereits rekrutiert und ausgebildet. Zusätzlich sind am Flughafen vier Mechaniker angestellt worden, die den ersten Unterhaltsbetrieb ausserhalb von Zürich gewährleisten. Zusammen mit seiner Frau sowie der Führungsriege der Fluggesellschaft wird Helvetic-Besitzer Ebner herzlich in Bern empfangen. Neben vielen Schaulustigen warten neben dem ausgerollten roten Teppich auch Flughafenchef Matthias Häberli und Alpar-Verwaltungsratspräsident Fritz Grossniklaus. In seiner kurzen Ansprache bezeichnet Häberli die Ankunft der neuen Gesellschaft als Quantensprung für den Flughafen und den Berner Tourismus. Noch in der vergangenen Woche seien die letzten Hindernisse aus dem Weg geräumt und damit die Planungen, Gespräche und Vorbereitungen der zweijährigen Planungsphase zu Ende gebracht worden. Ebner selbst wird im Gespräch nicht müde, die Vorteile der neuen Helvetic-Homebase zu betonen. Belp sei gut erreichbar, schnell in der Abfertigung der Passagiere und sehr übersichtlich. «Wir glauben an das Potential in Bern», sagt er und fügt an: «Denkt man an die grosse Staugefahr und die lange Abfertigungszeit in Zürich, wird Belp zur schnellen Alternative.» Noch am gleichen Tag hebt der erste Ferienflug Richtung Reus an der spanischen Costa Dorada ab. Obwohl nur die Hälfte der Sitze besetzt sind, zeigt sich Martin Ebner mit den bisherigen Buchungen zufrieden: «Die neueren Destinationen müssen sich erfahrungsgemäss erst etablieren.» Reus oder auch Brindisi in Süditalien seien den Bernerinnen und Bernern wohl noch wenig bekannt. Er selbst hingegen würde gerne einmal die Strecke Belp-Palma fliegen, sagt Ebner. Mit diesem Wunsch scheint er nicht alleine zu sein: Die erste Helvetic-Maschine von Bern nach Mallorca hebt am Sonntag vollbesetzt ab. Christian Zeier>

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