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Ehepaar zieht direkt neben das Belagswerk

oberwangenDas benachbarte Belagswerk stört sie nicht: Sabine und Lukas Krug ziehen im Herbst in ihr neues Eigenheim am Rand des Industrieareals. Der Holzbau im Minergiestandard überzeugte das Paar.

Bevor sie den Kaufvertrag unterschrieben, stellten sich Sabine und Lukas Krug mehrmals auf die noch unbebaute Wiese und lauschten. Sie hörten je nach Wind die nahe Autobahn. Die Glocken der Schafe von der benachbarten Weide. Und ab und zu ein Poltern vom Belagswerk, in dessen unmittelbarer Nähe ihr neues Eigenheim in Oberwangen steht. Nicht schlimm, fanden Krugs. Sie streckten daraufhin die Nase in die Luft und rochen – nichts. Zu guter Letzt sprachen sie auf der Strasse die Leute an, die in den benachbarten Häusern ein und aus gingen. Viel besser sei die Situation seit der Sanierung des Werks, verkündeten die Anwohner unisono. Während Lärm, Staub und Gestank früher unerträglich gewesen seien, merke man vom Belagswerk heute nicht mehr viel (siehe Kasten). Minergie überzeugte sie Gute Nachrichten für Sabine und Lukas Krug. Denn die beiden haben lange Zeit nach einem Eigenheim gesucht, und in Oberwangen stimmte für sie alles: der Holzbau im Minergiestandard, die Nähe zur Stadt und die trotzdem ländliche Umgebung, das Eckhaus in einer Reihe von sechs Einfamilienhäusern. Ihnen gefiel das Umfeld mit der nahen S-Bahn-Haltestelle und der nahen Autobahn, den sympathischen Nachbarn, dem Dorflädeli mit Poststelle und Bancomat. Und der Preis von 658000 Franken für das 5-Zimmer-Haus war auch entscheidend. Das Land wird dem Paar im Baurecht abgegeben – «sonst hätten wir uns dieses Heim wohl nicht leisten können», sagt Lukas Krug. Heute stehen die beiden 42-Jährigen nicht mehr auf der leeren Wiese, sondern im Rohbau ihres künftigen Daheims. «Schau mal, sie haben die Fenster eingesetzt», sagt Sabine Krug zu ihrem Mann. Die Schiebetüre im Parterre führt später direkt von der Küche auf eine Terrasse. Diese liegt vom Belagswerk abgewendet, umgeben von Apfelbäumen, neben der Schafweide. Die Räume im Haus sind schmal, die Treppe führt im Zickzack jeweils ein halbes Stockwerk nach oben in einen neuen Raum. Diese Halbstockwerke machen den Innenaufbau speziell. Sabine und Lukas Krug steigen über Kabel und Verpackungsmaterial, diskutieren darüber, wo das Schlafzimmer sein wird, haben bereits das Gäste- und Fernsehzimmer für ihr Patenkind auserkoren. Eigene Kinder sind kein Thema mehr für das Paar. «Doch das Haus ist für uns auch eine Art Altersvorsorge», erklärt Lukas Krug. Der Lärm stört sie nicht Krugs wurden durch ein Inserat in der «Könizer Zeitung» auf die neue Überbauung aufmerksam. Sie wohnen seit einigen Jahren in Köniz, hatten vor einem Jahr ein Mehrfamilienhaus in Olten verkauft und waren seither auf der Suche nach etwas Eigenem . «Wir können im Oktober oder November das Haus schlüsselfertig beziehen. Das war wichtig für uns», sagt Sabine Krug. Die Österreicherin und der Basler arbeiten beide 100 Prozent, sie als administrative Leiterin im Berner Alterszentrum Domicil Lentulus, er als Hauswart bei der Migros. «Wir haben keine Zeit, am Haus herumzuwerkeln», sagt Lukas Krug. Bei allen anderen Häusern, die zur Auswahl standen, hätten sie Abstriche machen müssen – ausser bei diesem. Da stört auch der temporäre Lärm der Autobahn oder des Belagswerks nicht. Sabine Krug: «Man kann nicht stadtnah wohnen und nur sein eigenes Pfeifen hören.» Sandra Rutschi>

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