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Ein Bild für die bedrohten Affen

Zum ersten Mal zeigt Rolf Knie eine breite Retrospektive seines Schaffens in

Dass Rolf Knie ausgerechnet im ländlichen Alchenflüh seine Werke ausstellt, ist kein Zufall. Vielmehr ist Galerist Jean-Claude von Gunten ein langjähriger Freund und Kunde von Knie. Die Zirkuswelt, Clowns und Tiere sind das verbindende Element der beiden Männer: Von Gunten ist langjähriger Geschäftsinhaber eines Lyssacher Unternehmens der veterinärmedizinischen Branche, Knie ist Spross der gleichnamigen Schweizer Zirkusdynastie. Das Interesse an der Vernissage war gross, Besucherinnen und Besucher von nah und fern hatten sich eingefunden. Im Zentrum des Anlasses stand das von Knie eigens für diesen Anlass auf Zirkuszeltblache gemalte berührende Bild eines Orang-Utan-Babys. Der Erlös der Versteigerung geht vollumfänglich an die Borneo Orang Utan Survival Foundation (BOS-Stiftung, siehe Kasten). Plantagen statt UrwaldRolf Knie zeigte sich als humorvoller Zeitgenosse ohne Berührungsängste. Erklärte lachend, dass Berndeutsch eine sexy Sprache sei. Immerhin sei er in Belp aufgewachsen, was nur die wenigsten wüssten. Die Anekdoten über sein Künstlerleben erheiterten das Publikum: «Er kann den einstigen Clown nicht verleugnen», tönte es aus der Besucherschar. Dann wurde Knie ernst. Als Schirmherr der BOS-Stiftung setzt er sich für die vom Aussterben bedrohten Menschenaffen im indonesischen Regenwald ein. Für Palmölplantagen würden zum Beispiel in Indonesien und Malaysia ganze Wälder, der Lebensraum der Orang-Utans, abgeholzt. «Etwa 20000 Quadratkilometer pro Jahr in Indonesien», veranschaulichte Elisabeth Labes, die Geschäftsführerin der letztes Jahr neu gegründeten BOS-Geschäftsstelle in Zürich. Trotz all dieser Informationen harzte es bei der Versteigerung des Tierbildes – da half auch der treuherzige Blick des abgebildeten Primaten nicht. Nur wenige steigerten mit. Für 10500 Franken ging das Bild weg – hocherfreut darüber zeigten sich die neuen Besitzer, der Unternehmer und Ereignismaler Bastian Oldhaus und seine Frau Susanne Rubitschung aus Safnern. Bilder aus dem Zirkus Auf einer Fläche von 500 Quadratmetern bekommen die Besucher in der Galerie im Chalet einen Einblick in das Schaffen des über die Landesgrenzen hinaus bekannten Künstlers. Die Themen der farbigen Serigrafien, Lithografien und Skulpturen umfasst die Welt des Zirkus: Artisten, Clowns und Tiere. Wohl am meisten beachtet unter den fast siebzig Bildern wurden an der Vernissage die gegenständlich gemalten Werke auf gebrauchtem Chapiteaustoff. Er sei nie einem Trend verpflichtet gewesen, sagte der auf Mallorca malende Knie. Dass er neben dem Gegenständlichen durchaus auch Abstraktes auf die Leinwand bringt, zeigt ein Blick in die aufgelegten Bücher. Offensichtlich fühlte sich Rolf Knie in bernischen Gefilden wohl. Er werde wiederkommen, sagt er, «schon nächstes Jahr». Lilo Lévy-Moser •www.galerieimchalet.ch>

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