Ein Brainstorming für die Axalp

Brienz

Wird ganz Brienz romantisch? Zukunftsforscher Hannes Rohner streifte diese Idee an der Entwicklungskonferenz. Nicht der einzige Vorschlag.

Tischweise Ideen für die Axalp: An der Entwicklungskonferenz wurden die Teilnehmenden aktiv.

Tischweise Ideen für die Axalp: An der Entwicklungskonferenz wurden die Teilnehmenden aktiv.

(Bild: Anne-Marie Günter)

Das Ziel des Fördervereins Zukunft Axalp ist fast erreicht: Die Piste Stern und die Piste Chrutmettli sind beschneit, und die Etappe Dotzweg im unteren Teil des Wintersportgebiets ist auf guten Wegen. Der Verein denkt aber über die Beschneiung hinaus und hat am 3. Mai zu einer Entwicklungskonferenz eingeladen. Er nennt sein Projekt Axalp Vision 2033, und es geht um alle Jahreszeiten.

Wunsch nach Snowpark

Brienz steht zu seinem Schneesport-, Wander- und Feriengebiet unter der Oltschiburg und dem Axalphorn: Der Gemeindesaal Dindlen war dementsprechend gut besetzt. Es zeigte sich im Verlauf des Abends auch, dass die Brienzer Jugend, wohl wegen der Axalp, hinter dem Schneesport steht; bei den befragten Oberschülern ist Wintersport die zweitliebste Freizeitbeschäftigung, nach dem Chillen mit Freunden. Für die Axalp wünschen sie sich deshalb auch einen Snow- und Funpark.

Eher zufällig ist Vereinspräsident Peter Wyler dem Zukunftsforscher Hannes Rohner auf der Skipiste Axalp begegnet und hat ihn zur Mitarbeit eingeladen. Rohner, in Brienz geboren, war einst Geisshirt auf der Alp Tschingelfeld und hat Physik, Entwicklungspsychologie und Zukunftsforschung studiert. Letzteres bei Francesco Kneschaurek, der in den 1980er-Jahren der Wirtschaftsprognostiker des Bundesrats war. Rohners Ziel sind anständige und solide Prognosen.

Er hielt bei der Entwicklungskonferenz ein Imput-Referat und stellte seine 360-Grad-Umfeldanalyse sowie seine Werte-Tiefenforschung vor. Zwischen der Theorie streute er Konkretes für die Axalp ein. Zum Beispiel die Möglichkeit eines Burg-Klettergartens oder einer Seilbahn Chrutmettli. Er sagte, dass auf der Axalp auch künftig Schnee falle. Weil in Zukunft die Leute nicht mehr nur auf Wohlstandswachstum, sondern auf Lebensqualität setzten, könnten sich die Axalp und ganz Brienz als Traumdestination für romantische Anlässe positionieren. «Wichtig ist, dass alle am gleichen Strick ziehen», meinte Rohner.

«Es gab coole Ideen»

Tischweise machten sich die Konferenzteilnehmer daran, Ideen für die Axalp zu diskutieren und auf grosse Bögen aufzuschreiben. Die Bögen wurden ohne Vorstellung der Inhalte eingesammelt, sie dienen als Diskussionsgrundlage für die Workshops, die jetzt folgen werden. «Es gab coole Ideen», verriet Rohner. Vorgesehen sind fünf Workshops, am fünften soll dann ein Projekt- und Massnahmenkatalog erarbeitet sein. Ziel ist es, mehr Gäste auf die Axalp zu bringen. «Wir wollen nicht grössere, aber bessere Brötchen backen», sagte Peter Wyler.

Berner Oberländer

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