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Ein grimmsches Wimmelbild fürs Museum

BurgdorfDas Schlossmuseum ersteigerte ein besonderes Bild des heimischen Rokokokünstlers Samuel Hieronymus Grimm.

Der Rittersaalverein Burgdorf, der das Schlossmuseum betreibt, hat sich zum 125-jährigen Bestehen ein besonderes Geschenk gemacht: Präsidentin Trudi Aeschlimann und ihr Amtsvorgänger Heinz Fankhauser haben im Berner Auktionshaus Kornfeld für 6200 Franken unlängst eine Federzeichnung des Burgdorfer Malers Samuel Hieronymus Grimm (1733–1794) ersteigert. Eine Rarität stellt das Bild insofern dar, als es kaum ein anderes Werk des Künstlers gibt, auf dem solch ein buntes Gewimmel an Personen dargestellt ist. «Grimm zeigt detailliert das Treiben auf einem Jahrmarkt zur Zeit des Ancien Régime», schreibt Trudi Aeschlimann in einem Pressetext. «Tuchhändler und Hutverkäufer bieten ihre Waren an; Schreiber und Messerschleifer stehen zu Diensten; Invalide und arme Mitmenschen bitten um milde Gaben; da wird getafelt, musiziert und gerauft, zarte Bande werden geknüpft; das Militär ist zur Stelle, und auch ein Tanzbär darf nicht fehlen; ein Reiter wirft einen Marktstand um, und das Publikum ergötzt sich am Treiben auf dem kleinen Theatrum.» Grimm emigrierte 1768 nach England, wo er es zu einigem Ansehen brachte. Obiges Blatt schuf er 1765; es wurde auch schon in London, New York, Zürich und Basel gehandelt. Jetzt ist es, dank Mitteln aus einem Fonds des Rittersaalvereins, in Grimms Heimatstadt zurückgekehrt.heb>

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