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Ein rascher Abgang

Seine Zuger Mentalität

Sein Gastspiel wird genau ein Jahr gedauert haben. Denn am 1.Oktober will Christof Born, der neu gewählte Leiter des Stadtmarketings in Burgdorf, seinen Job bereits an den Nagel hängen. «Unterschiedliche Auffassungen über die Entwicklungsstrategie der Stadt» hätten Born zur Kündigung bewogen, teilten die Behörden gestern mit. Auf Ende Jahr – «im Einvernehmen» werde er aber ab Oktober freigestellt. Eine andere Mentalität Er habe sich seinen Entscheid sicher nicht einfach gemacht, erklärte Born auf Nachfrage. Immerhin habe er für die Stelle in Burgdorf die Zelte an seiner vorherigen Wirkungsstätte Zug abgebrochen und sei nach Burgdorf gezogen – trotzdem könne er den vergangenen Wochen und Monaten auch Positives abgewinnen: Er habe «in einer schönen Region in einer schönen Wohnung» gelebt. «Enttäuscht» zeigte sich Born im Gegenzug darüber, «wie im Bernbiet mit Steuergeldern umgegangen wird». Es herrsche eine völlig andere Mentalität als zu Hause in Zug. Dass diese Diskrepanz entscheidend zur Kündigung beigetragen hat, liess er offen durchblicken: Im Bestreben, Burgdorf als Stadt im Emmental zu positionieren, verfolge der Gemeinderat im Moment zu viele Projekte gleichzeitig. Ohne Steuererhöhung sei gar nicht alles aufs Mal machbar – konkret: Er frage sich ernsthaft, ob es sich die Stadt angesichts ihrer knappen Finanzen leisten könne und dürfe, Steuergelder in das – notabene privatwirtschaftlich organisierte – Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2013 zu stecken. Eine halbe Stelle weniger Solchen Gedanken hielt Stadtpräsident Elisabeth Zäch entgegen, dass der Gemeinderat sehr wohl auf die Finanzen achtgebe und andauernd nach Sparmöglichkeiten Ausschau halte. Gerade im Stadtmarketing gehe es auch um Lobbying, und dieses sei nicht immer gleich direkt mit Kosten verbunden. Ihren Sparwillen stellen die Behörden gleich unter Beweis: Ab Oktober ist der bisherige Assistent Lorenz Klopfstein Ansprechpartner für das Stadtmarketing. Unter dem Strich fällt so eine halbe Stelle weg.skk>

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