«Ein ruhiges Eisbahn-Jahr»

Gstaad

Die Eisbahn in Gstaad kann endlich saniert werden. Die Generalversammlung erhielt eine Prise Nostalgie.

Die Gstaader Eisbahn in einer Aufnahme aus dem Jahr 1911, kurz bevor das Hotel Bellevue gebaut wurde.

Die Gstaader Eisbahn in einer Aufnahme aus dem Jahr 1911, kurz bevor das Hotel Bellevue gebaut wurde.

(Bild: PD / Gottfried von Siebenthal)

Stefan Romang, Präsident der Eisbahn Gstaad AG, bezeichnete 2018 als ein «ruhiges Eisbahn-Jahr», trotz zunehmender Aktivitäten. Die anwesenden 27 Aktionäre, die 217 Aktienstimmen vertraten, was 31 Prozent aller Aktien entspricht, genehmigten alle Geschäfte einstimmig.

Der Beschluss der letztjährigen Generalversammlung, Schlittschuhvermietungsraum und Kassenhaus in der Tribüne zu sanieren, sei umgesetzt worden. Die Kosten dafür hätten sich auf das Jahresergebnis ausgewirkt, erklärte Romang und begründet damit den heuer etwas tieferen Jahresgewinn von 20'133 Franken. Die Versammlung beschloss, zwei Parkplätze im Parkhaus Charly für 65'000 Franken zu erwerben.

Unabhängig von Les Arts

Die 1997 erbaute Kunsteisbahn steht laut Protokoll der letzten GV vor grossen Reparaturen und Investitionen. Doch bislang stand das Projekt Les Arts Gstaad, welches laut Webseite «mit einem für die Schweiz einzigartigen Nutzungskonzept für Konzerte, Kunstausstellungen, Lesungen und weitere Publikumsveranstaltungen» aufwarten will, dem Sanierungsprojekt der Eisbahn Gstaad im Weg. Romang sprach von einer «wirtschaftlichen Blockade».

Immer hiess es: «Wenn Les Arts nicht gebaut würde, könnten wir schauen.» Doch nun kommt Bewegung in die Sache: Nach einem Führungswechsel bei Les Arts hat der Gemeinderat von Saanen beschlossen, die Eisbahnsanierung nicht mehr von Les Arts abhängig zu machen. Man habe alle anstehenden Reparaturen und Sanierungen in einem einheitlichen Projekt zusammengefasst, erläuterte Romang.

Eine Kerngruppe aus Mitgliedern des Verwaltungsrats der Eisbahn AG und der Gemeindeverwaltung soll sich dem Thema annehmen und ein Projekt in Zusammenarbeit mit den Bedürfnispartnern wie Beach Volleyball, Tennis, Le Rosey und Gstaad Saanenland Tourismus ausarbeiten. Dieses Thema werde sie noch lange beschäftigen, orakelte Romang und betonte, dass die internationalen Gstaader Events nicht unter den Sanierungsarbeiten leiden dürften.

Berner Oberländer

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