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Ein Spatenstich mit Misstönen

ThierachernGestern

Nicht einfach hatten es die Planer des Projekts «Überbauung Dorf Thierachern». Denn Einwohner der benachbarten Häuser hatten in einer ersten Bewilligungsphase Einspruch gegen das Bauvorhaben erhoben. «Wir haben natürlich auch Verständnis, denn wir bauen ja genau nebenan», meinte der Architekt Peter Lauber bei seiner gestrigen Ansprache anlässlich des Spatenstichs. «Der Plan wurde nun aber überarbeitet. Wir können es leider nicht allen recht machen, aber ich glaube, wir haben doch eine gute Lösung gefunden.» Für das Bauprojekt wurden drei Parzellen zusammengefasst. Darauf entstehen nun Mehrfamilienhäuser im Minergie-P-Standard. Die Wohnungen sind zum Teil bereits verkauft. Die ganze Südhälfte der Mehrfamilienhäuser wird mit Sonnenkollektoren versehen werden. Peter Lauber hofft dank der eigenen Stromproduktion auf eine Energiebilanz von null oder gar im Minusbereich. Das würde im letzten Fall bedeuten, dass mehr Strom produziert als verwendet würde. In einem Prospekt wird zwar die Fotovoltaikanlage der Überbauung unter dem Motto «Energie und Kosten sparen» angepriesen, aber Letzteres könnte die BKW nun buchstäblich vereiteln. Bezahlen für eigene Energie? Bewohner von Einfamilienhäusern mit Sonnenkollektoren bezahlen nämlich nur den Strom, den sie von der BKW beziehen, den Strom, den sie selber produzieren, können sie kostenlos nutzen. Doch da keine Regelung für Mehrfamilienhäuser bestehe, wolle nun die BKW, dass die zukünftigen Bewohner der Siedlung auch den Strom bezahlten, den sie selbst produzierten, erklärte gestern Markus Gyger von der Bauherrschaft ausführlich. «Wir wollen dieselbe Regelung wie beim Einfamilienhaus, aber die BKW versteckt sich hinter Reglementen», meinte er. Auch bei Lauber stösst das Vorgehen der BKW auf wenig Verständnis: «Wir sind der BKW zwar dankbar für die Entschädigung des erzeugten Stroms, hingegen verstehen wir nicht, warum die Eigentümer der Solaranlage den selbst erzeugten Strom nicht kostenneutral nutzen dürfen. Offenbar hat die BKW Atom- und Gaskraftwerke lieber als Solaranlagen.» Vonseiten der BKW hiess es: «Man ist im Dialog mit den Verantwortlichen des Projekts in Thierachern.» Es sei allerdings noch zu früh für eine Stellungnahme, und man wolle Gerüchte nicht unterstützen, informierte Antonio Sommavilla, Leiter der Medienkommunikation bei der BKW.Wassilissa Burger>

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