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Ein Sprachprojekt für Einheimische und Migranten

burgdorf«Red-Zeit-Sprachtandem» nennt sich das neue Pilotprojekt des Kompetenzzentrums für Integration. Das Sprachprojekt soll helfen, Verständigungshürden zwischen Einheimischen und Migrantinnen und Migranten abzubauen. Gestartet wird im kommenden September.

Hinter dem ungewöhnlichen Begriff «Red-Zeit-Sprachtandem» steht mehr als man auf den ersten Blick vermutet. «Red» bedeute in der spanischen Sprache «Netz», erklärt Rosa Lili Rocabado-Rüegger vom Burgdorfer Kompetenzzentrum für Integration, welches das Pilotprojekt lanciert hat. Das Wortspiel beinhalte gleichermassen «Zeit zum Reden» wie auch «Vernetzen», fügt sie hinzu. Schliesslich geht es bei «Red-Zeit», welches sowohl Einheimische wie auch Migrantinnen und Migranten aus Burgdorf und der Region ansprechen soll, um Kommunikation und sprachliches Vernetzen. Vorurteile abbauen Gleichzeitig können durch die kulturübergreifende Begegnung gegenseitige Vorurteile abgebaut werden. Die Idee dahinter ist simpel: Alle zwei Wochen treffen sich für eine Stunde eine deutschsprachige und eine fremdsprachige Person zum Gedankenaustausch und auch, um einander ihre Muttersprache näherzubringen. «Minimale Deutschkenntnisse sind dabei von Vorteil», erklärt die gebürtige Bolivianerin. Der jeweilige Ort der Treffen würde dann bilateral abgemacht. Sprachlicher Austausch Trotz Integrationsangeboten in Burgdorf, wie etwa dem interkulturellen Frauentreff, hätten fremdsprachige Personen – nicht selten Frauen aus patriarchalischen Familienverhältnissen - kaum Gelegenheit, Kontakte zu Einheimischen zu pflegen. «Das Angebot ist für die Migranten eine Ergänzung zu den üblichen Sprachkursen, um das Erlernte im Gespräch zu vertiefen», erklärt die Mutter von drei erwachsenen Kindern. Im Gegenzug vermitteln die fremdsprachigen Personen ihrem deutschen Tandempartner Kenntnisse ihrer Muttersprache oder andere kulturtypische Tätigkeiten wie etwa Singen oder Kochen. Vorderhand soll das kostenlose Pilotprojekt ein Jahr lang laufen. Mindestens vier Tandempaare brauche es für den Start im September, sagt Rosa Lilli Rocabado. Bis jetzt hätten sich drei Einheimische und eine in Sumiswald wohnhafte Frau aus Sri Lanka angemeldet. Das verwundert Rocabado kaum. «Die Schweizer sind in der Regel offener für solche Projekte.» Auf jeden Fall greife sie mit Hilfe von Schlüsselpersonen bei der fremdsprachigen Zielgruppe demnächst noch einmal nach, um sie für das Angebot zu sensibilisieren. Lilo Lévy-MoserDas Kompetenzzentrum Integration Burgdorf (Kibu) ist eine Aussenstelle der Informationsstelle für Ausländerinnen und Ausländerfragen in Bern. Das Kibu koordiniert das Pilotprojekt.>

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