Ein Strich durch die Rechnung

Der Kanton beurteilt das Sommerkonzept der Lenk-Bergbahnen als «nicht landschaftsverträglich», winkt aber wenigstens das Beschneiungsprojekt durch.

Damit die Gondeln der Lenk-Bergbahnen auch in den nächsten Wintern gut frequentiert werden, will das Unternehmen in die Beschneiung investieren.

Damit die Gondeln der Lenk-Bergbahnen auch in den nächsten Wintern gut frequentiert werden, will das Unternehmen in die Beschneiung investieren.

(Bild: Markus Hubacher)

Bruno Petroni

Negativer Bescheid aus Bern für die Lenk-Bergbahnen: Das Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) stellt in seinem Vorprüfungsbericht vom 31. August zum eingereichten Sommerkonzept fest, «dass die geplanten Sommernutzungen weder topografisch noch räumlich funktional auf den Standort am Speichersee angewiesen sind». Auch sei das Sommerkonzept als nicht landschaftsverträglich beurteilt worden. Dies verkünden die Lenk-Bergbahnen in ihrer gestern veröffentlichten Medienmitteilung.

Der Speichersee Leiterli, zentrales Element der Entwicklung der Beschneiung am Betelberg, soll mit einer Erlebniszone im Sommer ergänzt werden. Dieses Projekt sei nur ein Beispiel dafür, wie das abwechslungsreiche Bergerlebnisangebot gestärkt werden soll. Nach dem ernüchternden AGR-Entscheid müssen die Verantwortlichen der Bergbahnen von Lenk «davon ausgehen, dass zur Realisierung des Konzepts noch ein langer Weg bis zu dessen Bewilligung bevorsteht».

Hingegen fiel die Gesamtbeurteilung zum Beschneiungsprojekt mit Speichersee sowie zu den geplanten Pistenverbesserungen positiv aus. Als nächster Schritt folgen jetzt die gestern gestartete öffentliche Auflage des Projekts und die Publikation des Baugesuchs im Amtsblatt.

Damit mit dem Bau des Speichersees Leiterli und der Beschneiungsanlage Betelberg auf den Mai des nächsten Jahres hin begonnen werden kann, ist laut Bergbahnunternehmen eine Vielzahl an Vorbereitungsarbeiten notwendig. Nachdem die kantonale Verwaltung die Umweltverträglichkeit und die Genehmigungsfähigkeit des Projekts bestätigt habe, könne die Verwaltung die Umsetzung des Projekts weiter vorantreiben. An der ausserordentlichen Generalversammlung vom kommenden 18. Oktober seien die Genossenschafter nun eingeladen, den Lenk-Bergbahnen ein Ja zum geplanten Grossprojekt am Betelberg zu erteilen.

«Auf Basis des aktuellen Zeichnungsstandes von 2,9 Millionen Franken blicken wir der ausserordentlichen Generalversammlung mit Zuversicht und Optimismus entgegen.»Dabei sei heute noch nicht garantiert, dass alle Massnahmen wie geplant im Frühling angestossen werden können. «Um den Beschluss über das ganze Projektvolumen bereits im Oktober zu erreichen, wäre eine gesicherte Finanzierung auf Basis der Kapitalerhöhung über die vollen 3,3 Millionen Franken der Idealfall», so die Lenk-Bergbahnen. Die Standortbestimmung von Ende August stimme jedoch zuversichtlich, mit der Kapitalerhöhung fortzufahren.

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