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«Ein Unfall könnte üble Folgen haben»

LangnauDie Bevölkerung kann sich dieses Wochenende selber ein Bild machen, ob

Von den gut 15 Millionen Franken für die Sportanlagen, über die das Langnauervolk am 10. Juli abstimmt, entfallen 11,28 Millionen auf die Sanierung der Ilfishalle. «Das ist viel Geld», weiss Ueli Sutter, Präsident der Ilfisstadion AG (Isag). Um zu zeigen, dass der Beitrag gleichwohl nötig sei, organisiert die Isag öffentliche Stadionführungen. Gestern Abend gings los, heute Vormittag folgen weitere. Gruppenweise sehen die Interessierten auch Räume, die der Öffentlichkeit normalerweise verborgen bleiben. Etwa die Kältezentrale. Die Maschinen hier seien 52-jährig, erklärt Eismeister und Isag-Betriebsleiter Daniel Gerber. Als Kältemittel seien während der Saison 3,7 Tonnen Ammoniak im Umlauf. Künftig sei das verboten, da Ammoniak ätzend wirke und ein Unfall während eines Matches mit 6000 Zuschauern üble Folgen haben könnte. Neu kommt – ähnlich wie beim Auto – Frostschutzkühlmittel zum Einsatz. Neue Vorschriften Weiter geht die Führung in der NLA-Gästegarderobe. Laut Vorgaben der Nationalliga müsste diese mindestens 45 Quadratmeter gross sein, jene in der Ilfishalle misst gerade mal 35 – reichlich eng für 22 Spieler mit voller Ausrüstung. Künftig sind die NLA-Garderoben im neuen nordseitigen Anbau untergebracht, die heutigen werden dann vom Nachwuchs benutzt. Vieles müsse so oder so geändert werden, sagt Gerber. Aus Sicherheitsgründen brauche es bei den Stehplatztribünen zusätzliche Ein- und Ausgänge. «Und die Eternittafeln dort oben» – er zeigt hinauf zum Stadiondach – «kommen ebenfalls weg.» Einzig die gebogenen Hauptträger bleiben. Das neue Dach werde besser gedämmt, zudem werde eine neue Beleuchtung sowie ein Entfeuchtungs- und Lüftungssystem montiert, welche das Klima in der Halle optimiere und das Beschlagen der Plexiglasscheiben künftig verhindere. Wird in der sanierten Ilfishalle also weniger Energie verbraucht? Gerber sagt es so: Die neue Eisaufbereitung und die bessere Wärmedämmung spare einiges ein, dafür benötige das Entfeuchtungs- und Lüftungssystem mehr Strom. «Alles in allem bleibt der Verbrauch etwa gleich.» Dafür, fügt Architekt Michael Rolli an, könne die Wärme, die man dem Eis entziehe, für die Heizung und Warmwasseraufbereitung im Stadionkomplex wiederverwendet werden. Kein Schnee in die Ilfis Weiter geht die Führung auf der Ostseite. Heute ist hier unterirdisch die Zivilschutzanlage und oberirdisch die Truppenunterkunft eingerichtet. Beim Umbau entstehen hier weitere neue Garderoben sowie eine Schmelzgrube. Daniel Gerber erklärt, wozu diese dient: Heute kippe er den Schnee, der bei der Eisreinigung abgehobelt werde, in die Ilfis. Noch sei das erlaubt, «aber an immer mehr Orten wird es verboten». Deshalb leite man den Schnee künftig in eine Grube und, nachdem er geschmolzen sei, in die Kanalisation. Zum Schluss erklärt Architekt Rolli den neuen nordseitigen Anbau, der von der Jakob AG Trubschachen finanziert wird. Und Stadionpräsident Sutter beantwortet letzte Fragen. Ja, die Betriebskosten würden nach der Sanierung steigen, und ja, die Gemeinde werde ihren Betriebsbeitrag an die Isag voraussichtlich erhöhen. Aber Langnau komme auch so noch günstiger weg als etwa die Stadt Langenthal mit ihrer Eisbahn. Markus ZahnoWeitere Führungen: heute Samstag um 8.30, 9.15, 10 und 10.45 Uhr. >

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