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Ein Wahlteam übernimmt das Ruder

Nach der Missstimmung an der Hauptversammlung: Die FDP der Stadt Thun hat ein Wahlteam eingesetzt. Offen bleibt noch, ob die Partei fürs Stadtpräsidium kandidiert und welche Listenverbindung sie eingeht.

«Ihren Sitz im Gemeinderat verteidigen und ein bürgerliches Stadtpräsidium»: Dies bleiben die Ziele der FDP der Stadt Thun – auch nach der Parteiversammlung vom Dienstagabend. Diese fand nach den Misstönen und lauter Kritik an der Hauptversammlung im März unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. «Ich war persönlich überrascht, wie ruhig die Parteiversammlung mit den rund 30 Anwesenden nun über die Bühne ging», fasste der frisch gewählte Parteipräsident Beat Schlatter auf Anfrage die Stimmung zusammen. Neues hätten die rund 30 Anwesenden nichts beschlossen. Weiterhin sind die amtierende Bauvorsteherin Jolanda Moser und der Unternehmer Carlos Reinhard gesetzt. Sie kandidieren für den Gemeinderat und werden auf der Liste kumuliert, das heisst doppelt aufgeführt (wir berichteten). Buchs ist FDP-Wahlleiter Neu ist hingegen, dass die Partei ein Wahlteam ins Leben gerufen hat: Mit dem ehemaligen Gemeinderat Melchior Buchs als Wahlleiter, Beat Schlatter als Vizewahlleiter sowie dem Stadtrat Markus Binggeli, der Stadträtin Franziska Gyger und dem Jungfreisinnigen Michael Portner. «Wir haben gestern eine Auslegeordnung von mehreren Varianten von Listenverbindungen mit all ihren Vor- und Nachteilen präsentiert», ergänzte Buchs am Telefon. Dafür in Frage kämen alle Parteien – von der SVP bis zu den Grünliberalen; nicht jedoch die SP oder die Grünen. Gemeinderätin Jolanda Moser, die an der erwähnten Hauptversammlung die mangelnde Führung kritisierte, ist glücklich. «Jetzt ist ein Wahlteam eingesetzt, und die FDP erhält Strukturen und kann klare Positionen einnehmen.» Für sie stimme nun auch das weitere Vorgehen. Stadtpräsidium: Zuwarten Die Listenverbindung habe nun erste Priorität. «Sobald dies geklärt ist, kann der Entscheid bezüglich Kandidatur fürs Stadtpräsidium gefällt werden», erklärt der Wahlleiter. Es sei geplant, diese Entscheide Ende Juni zu fällen. Mit anderen Worten: Bis dahin verzichtet die FDP unverändert darauf, eine Kandidatin oder einen Kandidaten fürs Stadtpräsidium zu stellen. Zur Erinnerung: Bis jetzt kandidieren dafür SVP-Stadtrat Raphael Lanz, BDP-Gemeinderätin Ursula Haller und SP-Gemeinderat Peter Siegenthaler. Sitz verteidigen als Ziel Für die FDP werden auch in Thun, wie die kantonalen und nationalen Wahlen gezeigt haben, die Wahlen zu einer Herausforderung werden. «Das stimmt», schätzt Wahlleiter Melchior Buchs die Situation ein. «Unsere Chance, diesen Sitz verteidigen zu können, belaufen sich auf 50 Prozent, mehr nicht.» Ohne Listenverbindung sei es ein Risiko, denn die Partei könne höchstens ein Restmandat erreichen. «Aus eigener Kraft schaffen wir es nicht», ist Buchs überzeugt. «Wir werden um diesen Sitz kämpfen müssen.» Franziska Streun Die FDP der Stadt Thun beschloss zudem die Parolen für die Abstimmung vom 13. Juni: Sowohl die Vorlage des «Bestattungs- und Friedhofreglementes» wie auch die «Einführung der Regionalkonferenz Thun Oberland-West» wurde von der Parteibasis mit grosser Mehrheit gutgeheissen.>

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