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Eindrückliche Fahrten von Joel Oehrli

ski alpinJoel Oehrli und Deborah Gerber (beide JO II) wurden im Diemtigtal JO-Riesenslalommeister. Oehrli hatte schon den Slalom gewonnen; Bonnie Graf (Eggiwil) siegte bei den JO II im Slalom.

Die Organisatoren von der IG BOSV-Region-Niedersimmental waren wegen der schlechten Wetterverhältnisse bei ihren BOSV-JO-Meisterschaften nicht zu beneiden. Der vorgezogene Slalom am Samstag konnte zwar trotz Schneefalls und schlechter Sicht in zwei Läufen durchgeführt werden. Hingegen liess der dichte Nebel tags darauf nur einen Wertungslauf im Riesenslalom zu. Oehrli in Topform In beiden Rennen zeigte Joel Oehrli eindrücklich sein Können. Insbesondere die Siegesfahrt des 13-jährigen Laueners im Riesenslalom überzeugte auch den anwesenden Michael «Mike» von Grünigen. «Grossartig, wie Joel im Moment fährt», lobte der zweifache Riesenslalomweltmeister. Auch BOSV-JO-Coach Jonas Odermatt war vom Auftritt seines Schützlings begeistert. «Ein Superlauf», schwärmte der Trainer. Joel stehe locker auf dem Ski, verstehe es, sauber zu fahren, und sei auch ein grosser Kämpfer. Der JO-Cheftrainer erkennt beim 13-Jährigen aber auch andere positive Eigenschaften: Er sei ein stiller Geniesser, der nicht viel redet, sagt Odermatt. «Ein Traumlauf» «Ja, es war ein Traumlauf», liess sich Joel Oehrli selbst entlocken. Dass er aber auch im Slalom BOSV-JO-Meister geworden sei, komme für ihn eher überraschend. «Ich bezeichne mich zwar als Allrounder, aber der Slalom ist nicht meine Paradedisziplin, da habe ich noch am meisten Reserven», meint der Nachwuchsfahrer selbstkritisch. Weiter war dem jungen Saanenländer zu entlocken, dass er gerne Biketouren macht. Und mit seinem Vater Gusti Oehrli, der frühere Weltcupfahrer und heutige Bergführer, unternehme er des öfteren Bergtouren. Der Vater selbst, der die Siege seines Sohnes vor Ort miterlebte, bleibt Realist und warnt davor, die Erfolgswelle seines begabten Sohnes jetzt schon hochzujubeln. Gerber: Talent bestätigt Nach dem Rennpech beim Slalom, als sie den Titel wegen eines ärgerlichen Torfehlers der zweitschnellsten Emmentalerin Bonnie Graf überlassen musste, hatte Mitfavoritin Deborah Gerber im Riesenslalom wieder das gewünschte Wettkampfglück. Die 14-jährige Schülerin aus Oberhofen erzielte mit einer halben Sekunde Vorsprung auf die Erlenbacherin Milena Teuscher klare Laufbestzeit. «Ein Traumlauf war das nicht. Beim dritten Tor habe ich mich auf dem Innenski stehend nur mit grossem Glück retten können. Später habe ich noch mit der Hand an einem Tor angehängt», sagte die Siegerin. Deborah Gerber und ihre Freundin und Vereinskollegin Diana Bühler sind im Sommer oft auf dem Thunersee beim Wakeboarding anzutreffen. Die begeisterte Downhillbikerin gehört dem BOSV-Kader und dem RLZ-Frutigen an. Jonas Odermatt, ihr Trainer, attestiert ihr sehr viel Skigefühl und eine stabile Grundposition. «Sie weiss, was sie will, und ist eine Draufgängerin. Zudem ist sie sehr trainingsfleissig und arbeitet hart an sich», lobt der Trainer. Alles Eigenschaften, um später erfolgreich zu sein. Er hüte sich aber davor, ihr schon im JO-Alter zu viel Druck aufzuerlegen, sagt ihr Ausbildner. Erfolge für Herrmanns Riesenslalombronze (JO I) errang auf dem Wiriehorn die Schönriederin Natascha Herrmann. Sie hatte bereits am Vortag den Slalom souverän für sich entschieden. Aber auch Zoë, die Tochter des früheren Weltcupfahrers Markus Herrmann, war erfolgreich. Im Riesenslalom fuhr sie die drittbeste Zeit. Und Sohn Luc holte sich im Slalom (JO I) sogar die silberne Auszeichnung.Peter RussenbergerResultate Seite 20>

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