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«Eine friedliche, heile Welt»

BeatenbergAuf der Alp Chüematt ob Beatenberg fand zum 25.Mal das traditionelle Alphorntreffen statt. Die Schönwetterserie des Anlasses hielt weiter an.

«In den Bergen finden wir Distanz zu unserem Alltagstrott, kommen innerlich zur Ruhe und erleben unvergessliche Glücksmomente – so etwa, wenn wir das Nebelmeer von oben betrachten», verkündete der Beatenberger Pfarrer Lukas Stettler am Sonntagmorgen. Zu Beginn der Bergpredigt auf der Alp Chüematt waren bereits zahlreiche Bänke unter den rotweissen Sonnenschirmen besetzt mit bunt gemischten Gästen aus dem In- und Ausland. Während des Gottesdienstes wurde ein kleiner Junge getauft. Die Festbesucher sangen gemeinsam das Lied «Grosser Gott, wir loben dich». Die Kollekte war für die Berghilfe bestimmt. Anhaltendes Wetterglück Auch dieses Jahr wurde dem Alphorntreffen, das sein 25-Jahr-Jubiläum feiern konnte, wieder traumhaftes Sommerwetter beschert. Der gemütliche Anlass, bei dem kein Wettbewerb, sondern eher ein Austausch von Melodien, Ideen und Geschichten stattfindet, verlief wie gewohnt. Eine Gesamtformation von 35 Alphornbläsern spielte etwa den Choral von Reinach oder den Westschweizer Choral. Es traten auch kleinere Formationen auf. «Dieses Jahr kommen die Alphornbläsergäste aus dem Berner Seeland, aus Thun, aus Bayern und aus England», informierte der langjährige OK-Präsident Franz Grossniklaus. Die Teilnahme des Schwyzerörgeliquartetts Ahorn aus dem Emmental ist bereits Tradition, ebenso die des Jodlerklubs Beatenberg und der Fahnenschwinger. «Organisatorisch läuft der Anlass immer gleich ab. Jeder unserer acht Alphornbläser und freiwilligen Helfer kennt seine Aufgabe», erklärte Grossniklaus. Für die Festwirtschaft mit der warmen Verpflegung wie Chäsbrätel und Bratwürste ist stets die Trachtengruppe Beatenberg zuständig. Das Festandenken für die Alphornbläser war diesmal ein bestickter Rucksack. Zufriedene Besucher Um die Mittagszeit lief der Festbetrieb auf Hochtouren. Etliche Gäste bewunderten und fotografierten die Parade der aufgestellten Alphörner und unterhielten sich mit den Bläsern. «Das Alphorntreffen ist für uns einfach der Hammer. Wir sind hier in unserem Element», erklärte die alphornbegeisterte Helga Blümel mit Ehemann Dieter, langjährige Feriengäste aus Köln. Paul Matthys, Kapellmeister des Schwyzerörgeliquartetts Ahorn, sagte: «Diese Bergchilbi ist Natur pur. Das Fest findet von jeher ohne Elektrizität statt und ist ein ganz ursprüngliches Erlebnis.» Feriengast Paula Stohler aus Pratteln fand: «Hier ist eine heile Welt, emotional und friedlich.» Senior Hans Althaus aus Pratteln erzählte: «Beim Alphorntreffen erlebe ich jedes Mal ein Heimatgefühl. Wenn alle, Jung und Alt, gemeinsam singen, bin ich ziemlich ergriffen.» Monika Hartig>

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