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Einsprache blockiert Hirnzentrum

RoggwilDas geplante Hirnzentrum ist weiter auf Eis gelegt: Eine hängige Einsprache verhindert den Baubeginn.

Die Fronten sind verhärtet, die Stimmung ist gereizt. Gestern fand in Roggwil die zweite Einigungsverhandlung in Sachen Einsprachen gegen das geplante Hirnzentrum statt. Dabei ging es um die einzig verbliebene Einsprache eines betroffenen Landbesitzers: Er hatte einen baurechtlichen Einwand (Gebäudehöhe) geltend gemacht und die Aussiedlung seines Landwirtschaftsbetriebs. Ball liegt nun beim Kanton In beiden Fällen konnte keine Lösung gefunden werden, wie Gemeindepräsident Erhard Grütter (FDP) auf Anfrage erklärte. «Die baurechtliche Einsprache bleibt aufrechterhalten.» Hier müsse nun der Kanton (Amt für Gemeinden und Raumordung) weiter entscheiden. Und allenfalls das Verwaltungsgericht. «Nicht gegen das Zentrum» Was die Aussiedlung des Bauernbetriebs betrifft, glaubt Grütter immer noch an eine einvernehmliche Lösung. «Ich bin zuversichtlich, dass wir eine gemeinsame Lösung finden werden.» Man müsse die betroffene Familie verstehen, es gehe ihr um die Existenzsicherung. «Sie ist nicht gegen das Hirnzentrum.» Ursprünglich waren gegen das Zentrum acht Einsprachen eingegangen. An einer ersten Einigungsverhandlung am 14.Januar beim Statthalteramt Oberaargau konnten sieben Einsprachen bereinigt werden – sie wurden zurückgezogen oder in Rechtsverwahrungen umgewandelt. Dass eine Einsprache das Grossprojekt jetzt weiter verzögert, will die Trägerstiftung Pro Integral nicht dramatisieren. Es sei zwar «ermüdend», sagt Geschäftsführer Michel Bätscher. Doch auch die Stiftung respektiere die Interessen des betroffenen Landbesitzers. Allerdings könne sie nur vermittelnd Einfluss nehmen; bei der Aussiedlung müsse schon die Gemeinde mit dem Landwirt nach Lösungen suchen. Trotz der erneuten Verzögerung sieht Pro Integral ihr Grossprojekt nicht gefährdet. «Wir glauben nach wie vor an den Standort Roggwil», betont Bätscher. Stefan Aerni>

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