1,8 Millionen für 13 Spielplätze

Langenthal

Zu den zehn bestehenden Spielplätzen in Langenthal sollen drei neue dazu kommen und alle 13 neu gestaltet werden. Das will sich die Stadt 1,8 Millionen Franken kosten lassen.

So sieht der Spielplatz Haldeli heute aus. Links im Schatten befinden sich Sitzbänke und eine Schaukel.

So sieht der Spielplatz Haldeli heute aus. Links im Schatten befinden sich Sitzbänke und eine Schaukel.

(Bild: Robert Grogg)

Am 20.August wird der Langenthaler Stadtrat über ein Konzept und einen Massnahmenplan sowie einen Rahmenkredit für die Neugestaltung von 13 Kinderspielplätzen beschliessen. 1,8 Millionen Franken soll das Ganze kosten. Realisiert wird die Umgestaltung in den Jahren 2013 bis 2021. Dass die Vorlage im Stadtrat scheitern könnte, kann fast ausgeschlossen werden: So kurz vor den Wahlen wird es sich keine der Parteien mit den Eltern in sämtlichen Quartieren verderben wollen. Und: 232'000 Franken müssen so oder so in die Sicherheit der bestehenden Spielplätze investiert werden. Laut Stadtpräsident Thomas Rufener hat man sich bewusst für eine dezentrale Lösung in den Quartieren und somit gegen einen zentralen grossen Erlebnisspielplatz entschieden.

Das Konzept zu den Langenthaler Kinderspielplätzen stammt aus dem Jahr 2009. Im Februar 2010 wurde es revidiert. Ende 2011 kam noch ein Sicherheitsbericht dazu. In der Zwischenzeit folgten parlamentarische Vorstösse.

Gut verteilt

Bereits im Februar 2010 hat der Gemeinderat beschlossen, 313'700 Franken für Kinderspielplätze zurückzustellen. Es handelte sich dabei um die Gewinnausschüttung des Anzeigers. Bei der Fusion mit Untersteckholz kamen weitere 62'000 Franken aus derselben Quelle dazu.

Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Gabriela Krummen, sie ist Bauinspektorin im Stadtbauamt, erstellte ein Konzept. Beteiligt waren Nathalie Scheibli, Kindergartenleiterin, Jürg Rentsch, stellvertretender Schulleiter, Barbara Hösli vom Verein Tokjo und Werkmeister Hanspeter Zingg. Als Fachmann zugezogen wurde der Solothurner Landschaftsarchitekt David Gadola.

Die Bestandesaufnahme zeigt: Die bestehenden Spielplätze liegen gut über das Stadtgebiet verteilt. Ihr Zustand wird jedoch als bescheiden beurteilt. In der Elzmatte, in der Badi und im Raum Langete/Spital sollen 3 neue Spielplätze geschaffen werden. Bei Letztgenanntem ist der Standort noch unklar. Zum Teil brauchts auch neue WCs.

Altlasten belassen?

Die Vorlage an den Stadtrat enthält keine konkreten Aussagen zu den bekannten Altlasten, die unter dem Reitplatz und beim Tierpark im Boden lauern. Thomas Rufener sagt dazu: «Wir müssen mit Altlasten leben und umgehen lernen. So lange wir nicht in die Tiefe graben, kann man dieses Problem mit baulichen Massnahmen lösen.» Unter dem Reitplatz und dem dortigen Spielplatz liegt eine alte Kehrichtdeponie. Beim Tierpark ist es die frühere Schiessanlage mit entsprechend viel Blei. Eine frühere Sanierung wurde sistiert. Rufener sagt: «Ich will die Altlasten keinesfalls bagatellisieren, aber in Langenthal gilt eigentlich fast das ganze Gebiet Hard als belastet, und trotzdem haben wir dort Schulen oder eine Beachvolleyballanlage.»

Eine Entsorgung bedeute in der Regel lediglich, dass Erdreich per Lastwagen an einen andern Ort gefahren werde. Man müsse sich gut überlegen, was das bringe. In den Kosten der Vorlage ist eine allfällige Sanierung von Altlasten nicht enthalten. Falls es bei der Realisierung des Spielplatzes Reitplatz Probleme gibt, will man zu den Schulzentren ausweichen.

Start mit dem Haldeli

Als erster Spielplatz für 300'000 Franken umgestaltet werden soll 2013 das Haldeli. In den folgenden zwei Jahren sind der Reitplatz, Rumipark und Tierpark an der Reihe. 2016 bis 2019 sind es die Spielplätze der Schulzentren Hard, Kreuzfeld und Elzmatte. 2019 bis 2020 dann Stadion, Schoren und Schwimmbad. Zum Abschluss 2021 sind es Langete/Spital, Greppen und Grubenstrasse.

Berner Zeitung

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