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80 Vorschläge für ein Oberaargauer Wappen oder Logo

Die kreativen Köpfe waren fleissig: Sie haben über 80 Vorschläge für ein Oberaargauer Wappen oder Logo gestaltet. Gewonnen hat eine farbige Punktewolke.

Erster Rang: Das Projekt «Doppelpunkt» mit einer Wolke aus dunkelbraunen und grünen Punkten.
Erster Rang: Das Projekt «Doppelpunkt» mit einer Wolke aus dunkelbraunen und grünen Punkten.
zvg

Michael Galliker ist 36 Jahre alt und kommt aus dem Thurgau. Während sechs Jahren lebte er in Thörigen, vor kurzem ist er ins solothurnische Deitingen gezogen. Der gelernte Typograph arbeitet bei der Firma Ammann in Langenthal. Mehr ist über den Ostschweizer in hiesigen Gefilden aber nicht bekannt.

Der kreative Stempel

Doch das könnte sich bald ändern. Denn Galliker hat der Region seinen kreativen Stempel aufgedrückt – als Gewinner des Gestaltungswettbewerbs Oberaargau. Ziel der von der FDP lancierten Aussschreibung war es, ein Wappen oder Logo für den Verwaltungskreis Oberaargau zu kreieren (wir berichteten).

Gestern nun haben die Organisatoren die Sieger des Wettbewerbs im Gebäude der Clientis Bank in Huttwil der Öffentlichkeit vorgestellt. Fanni Fetzer, Präsidentin der achtköpfigen Jury und Kuratorin am Kunsthaus in Langenthal, lobte Gallikers Konzept: «Wir waren sehr beeindruckt.» Seine Idee sei eingängig und gut lesbar.

Bipperlisi in neuem Look

Bei Gallikers Projekt «Doppelpunkt» erscheinen alle Gemeinden als hellgrüne Punkte. Zusätzlich hat der Typograph alle übrigen Ortschaften, die keine eigene Gemeinde bilden, dunkelbraun eingefärbt. Je grösser die Punkte, desto mehr Einwoher hat die Gemeinde respektive der Ort. Darüber hinaus bilden die Punkte eine Wolke mit den Umrissen des Verwaltungskreises Oberaargau. «Alle Leute aus der Region sollen sich auf dem Logo wiederfinden», erklärte Galliker seine Absichten.

Der Typograph hat sich auch Gedanken gemacht, mit welchen «Features» sein Konzept angereichert werden könnte: Möglich wären etwa eine gepunktete Einkaufstüte oder ein gepunktetes Bipperlisi.

Der Bär mit der Zunge

Den zweiten Rang holte sich der Langenthaler Rolf Uhlmann mit seinem Projekt OAS-1. Diese Idee hat die Jury zwar nicht zuletzt wegen des Berner Bären mit der langen Zunge überzeugt, allerdings ist laut Jury-Präsidentin Fetzer nicht klar erkennbar, ob es sich um ein Logo oder ein Wappen handelt.

Den dritten Preis ergatterte der Aarwanger Felix Fehlmann mit dem Projekt mittendrin. «Schlicht wie ein Stempel», lobte Fetzer. Trotzdem zweifelte sie an der Lesbarkeit. «Die rote Schleife erinnert zu sehr an das bekannte Aids-Symbol.»

Eintracht nach Kritik

Ging die Präsentation der Gewinner gestern in Eintracht und in Anwesenheit mehrerer Gemeindepräsidenten über die Bühne, so war der FDP-Wettbewerb im Vorfeld noch kritisiert worden. Die Buchser, Huttwiler und Oberbipper monierten, die Jury bestehe nur aus Langenthalern. Sie forderten eine angemessene Vertretung des ganzen Oberaargaus.

Die Kritik hat sich FDP-Grossrat Hans Baumberger zu Herzen genommen. «Der Wettbewerb bleibt nicht unser Projekt», versicherte er, «wir waren nur die Geburtshelfer.» Das Zepter führt jetzt Statthalter Martin Sommer (SP). Er will eine Arbeitsgruppe «Identität Oberaargau» gründen, die sich den Wappen und Logos annimmt. Dabei sein sollen nicht nur die Gemeinden, sondern auch die Parteien und die Region Oberaargau.

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