90'000 Kubikmeter mehr Kies

Berken

Um 8,5 Hektaren soll das Abbaugebiet Rüttenen vergrössert werden. Nun liegt das Projekt auf. Ende November entscheiden die Stimmberechtigten.

In Oberberken wird schon lange Kies abgebaut. Das Plateau im Gebiet Rüttenen soll weiter abgetragen werden.

In Oberberken wird schon lange Kies abgebaut. Das Plateau im Gebiet Rüttenen soll weiter abgetragen werden.

(Bild: Olaf Nörrenberg)

Chantal Desbiolles

Weitere 90'000 Kubikmeter Kies möchte die K.+U.Hofstetter AG in Berken fördern. Zwar sind im Kiesabbaugebiet in Oberberken noch 60'000 bis 80'000 Kubikmeter vorhanden – was für die nächsten etwa 6 Jahre ausreicht. Um für die nächsten 30 Jahre vorzusorgen, will das Unternehmen das Abbaugebiet um 8,5 Hektaren nach Osten hin erweitern – gegen den Wald zur Gemeindegrenze von Walliswil bei Wangen hin.

Abgetragen wird ein Teil des Plateaus oberhalb des Weilers Christenhof im Gebiet Rüttenen. Heute steht hier teilweise Wald; für die geplante Erweiterung des Abbaus müssten rund 2,3 Hektaren davon weichen.

Lediglich ein kleiner Teil davon soll später wieder am selben Ort aufgeforstet werden, erklärte Projektleiter Peter Schüpbach im April. Der grösste Teil indes soll künftig landwirtschaftlich genutzt werden. Aufgeforstet wird im angrenzenden Steinbachtäli, das als Landschaftsschutzgebiet gilt. Allerdings nicht im Form eines reinen Nutzwaldes: Das Tal soll vielmehr mit gestuften Waldrändern und zwei Amphibienteichen gestaltet und so ökologisch aufgewertet werden (wir berichteten).

Nun liegen die Pläne für die Überbauungsordnung «Kiesabbau Oberberken, Erweiterung Rüttenen» sowie das Waldfeststellungsverfahren öffentlich auf. Sie wurden zwischenzeitlich vom Kanton vorgeprüft. Laut Schüpbach wurden die Unterlagen danach minim angepasst; es handle sich dabei aber lediglich um formale Änderungen.

Zeitplan steht noch nicht

Der endgültige Entscheid obliegt der Berker Gemeindeversammlung: Sie beschliesst das Planungsgeschäft am 26.November. Wie es danach weitergeht, ist laut Schüpbach noch nicht klar. «Der Zeitplan ist derzeit noch offen», sagt der Projektleiter. Fest steht, dass vorab die Bäume gerodet werden.

Berner Zeitung

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