Langenthal

Zentralschweizer kaufen Affenplatz

LangenthalDas hellgelbe Geschäftshaus in Langenthal mit der Bezeichnung Affenplatz gehört seit Anfang Jahr einem neuen Investor. Die Vorbesitzerin Credit Suisse hat an die Tellco-Anlagestiftung mit Sitz in Schwyz verkauft.

Neue Besitzerin: Seit Anfang Jahr gehört die Zentrumsüberbauung Affenplatz beim Coop-Kreisel der Schwyzer Anlagestiftung Tellco. Die Liegenschaft mit namhaften Mietern wie McDonald’s und Interdiscount gehörte bislang einem Immobilienfonds der Credit Suisse.

Neue Besitzerin: Seit Anfang Jahr gehört die Zentrumsüberbauung Affenplatz beim Coop-Kreisel der Schwyzer Anlagestiftung Tellco. Die Liegenschaft mit namhaften Mietern wie McDonald’s und Interdiscount gehörte bislang einem Immobilienfonds der Credit Suisse. Bild: Thomas Peter

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Seit dem 1.Januar 2015 ist die Affenplatz-Überbauung im Stadtzentrum von Langenthal in Zentralschweizer Händen. Neue Besitzerin ist die Tellco-Anlagestiftung mit Sitz in Schwyz. Sie übernimmt von der Credit Suisse. Die markante Liegenschaft beim Coop-Kreisel umfasst die Adressen Melchnaustrasse 1, 1a und St.-Urban-Strasse 22. Zum Kaufpreis macht Tellco keine Angaben. Mediensprecher Werner Vogt sagt, die Firma verspreche sich vom Kauf eine angemessene Rendite und eine weitere Diversifikation des Portefeuilles.

Tellco ist als Gruppe aufgestellt und umfasst mehrere Unternehmensbereiche. Gemäss eigenen Angaben hat sich die Tellco-Gruppe im Schweizer Markt als eine der führenden Generalunternehmen für Vorsorge- und Anlagelösungen etabliert. Die ebenfalls angeschlossene Pensionskasse Pro soll zu den grössten unabhängigen Sammelstiftungen der Schweiz gehören.

Laut Firmensprecher Vogt besitzt oder verwaltet Tellco in Langenthal und in der Region keine weiteren Liegenschaften.

Verkleinern und umgestalten

Namhafte Geschäfte wie McDonald’s, Ochsner Sport und Interdiscount sind im Affenplatz-Gebäude eingemietet. Für sie und weitere bestehende Mieter ändere sich «grundsätzlich nichts», sagt Werner Vogt. Mit gewissen kleineren Anpassungen ist dennoch zu rechnen: «Einzelne Räumlichkeiten werden zur besseren Marktfähigkeit verkleinert beziehungsweise umgestaltet.»

Vogt hebt den Mietermix des Gebäudes hervor: «Die Nutzung mit Verkaufs-, Büro- sowie Wohnflächen an diesem Standort ist vorteilhaft. So auch die Mieterschaft der Verkaufsflächen mit unterschiedlichen Anbietern aus dem Food- und Non-Food-Bereich.»

Mehrere Mieter sind seit der Eröffnung des Geschäftshauses im Frühling 2001 dabei. Dazu gehören nebst McDonald’s auch Ex Libris, Vögele Shoes und die Dropa-Drogerie. Letztere war schon an Ort und Stelle ansässig, als das alte Burgunderhaus stand.

Komplett ausgelastet ist die Affenplatz-Überbauung indes nicht. An der Hausfassade wirbt ein Banner für noch mietbare Räume. Es stammt von der Egli&Lässer Immobilien AG aus Bern, die für Tellco die Vermarktung übernimmt. Angepriesen werden auf dem Banner Gewerbeflächen von 94, 104 oder 358 Quadratmeter für Büros oder Praxen.

Beispielhaftes Bauprojekt

Eröffnet wurde das Geschäftszentrum nach einer rund zehnjährigen Entstehungsgeschichte. Für den Bau zeichnete in den 90er-Jahren ein Konsortium verantwortlich. Es bestand aus den einheimischen Firmen Ducksch+Anliker Architekten AG, H. Rieder Immobilien AG und Bernhard Bedachungen AG. Die Affenplatz-Überbauung galt schon während ihrer Realisierung als beispielhaftes Gemeinschaftswerk. Auffallend war der von Beginn weg bestehende, ausgewogene Branchenmix.

Zu den Gründen des Verkaufs macht die Credit Suisse keine näheren Angaben. Eine Sprecherin des zuständigen Immobilienfonds sagt, die Bank prüfe laufend Opportunitäten. (Berner Zeitung)

Erstellt: 03.03.2015, 11:14 Uhr

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