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Agrarpolitik stösst Sutter sauer auf

Dem Langnauer SVP-Grossrat Walter Sutter geht es nicht in den Kopf, dass es plötzlich Direktzahlungen geben soll für Selbstverständlichkeiten. Doch die wirtschaftliche Not zwinge Landwirte, sich zu erniedrigen, sagt er.

Der Holzzaun steht seit Jahren. Neuerdings kann Walter Sutter dafür Direktzahlungen geltend machen.
Der Holzzaun steht seit Jahren. Neuerdings kann Walter Sutter dafür Direktzahlungen geltend machen.
Thomas Peter

Walter Sutter möchte sein Geld mit seiner Arbeit verdienen. Also mit der Milch und anderen Lebensmitteln, die sein Familienbetrieb produziert. Dass er zusätzlich vom Staat entlöhnt wird für Arbeiten, die er zugunsten der Biodiversität und der Ökologie leistet, findet er nur recht und billig. Er hat gelernt, Direktzahlungen als Lohn für von der Öffentlichkeit bestellte Leistungen zu betrachten. Aber neuerdings bietet der Staat Gelder an, zu denen Sutter sich geschworen hatte, sie niemals anzurühren: Landschaftsqualitätsbeiträge (LQB). Der Langnauer Gemeinderat und SVP-Grossrat sieht nicht ein, warum er auf einmal Geld bekommen sollte für Weidezäune mit Holzpfählen – zum Beispiel. Aber mit der neuen Agrarpolitik sah seine Rechnung letztes Jahr wesentlich schlechter aus als vorher. «Auf unserem Betrieb sind die Direktzahlungen entgegen allen Versprechungen um 10 Prozent zurückgegangen», sagt Sutter. Diesen Ausfall muss er kompensieren. «Die landwirtschaftlichen Berater empfehlen den Produzenten, die Direktzahlungen zu optimieren.»

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