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Allen drei Aussenschulhäusern droht das Aus

Fünf Schulhäuser sind dem Signauer Gemeinderat zu viel. Eine Arbeitsgruppe soll zwei Varianten weiterverfolgen, die Schliessungen bedeuten.

Das Schulhaus Mutten hat eine etwas bessere Ausgangslage als die andern Aussenbezirksschulhäuser Häleschwand und Höhe.
Das Schulhaus Mutten hat eine etwas bessere Ausgangslage als die andern Aussenbezirksschulhäuser Häleschwand und Höhe.
Thomas Peter

Anfang Woche hat der Gemeinderat von Signau an seiner Klausursitzung beschlossen, wie er in Sachen Schulstrukturplanung weiterfahren will. «Die heutige Organisation mit fünf Schulhäusern ist bis spätestens 2024 an die geänderten Verhältnisse anzupassen», schreibt er in einer Medienmitteilung.

Im Februar war der Bevölkerung ein umfangreicher Schlussbericht vorgelegt worden, der in nicht weniger als neun Varianten aufgezeigt hatte, wo die Schülerinnen und Schüler künftig unterrichtet werden könnten – mit Auflistung der jeweiligen Vor- und Nachteile. Das Echo in der Bevölkerung war nicht gross, lediglich fünf schriftliche Stellungnahmen gingen bei der Gemeinde ein. Doch die Ratsmitglieder hätten auch mündliche Rückmeldungen erhalten, steht in der Mitteilung.

Ohne Häleschwand und Höhe

Nun hat sich der Gemeinderat für zwei Varianten entschieden: Eine beinhaltet die Schliessung aller drei Aussenbezirksschulhäuser. Mutten, Höhe und Häleschwand gingen demnach zu, die Liegenschaften würden verkauft Stattdessen müsste in Schüpbach und Signau neuer Schulraum geschaffen werden.

Laut dem Projektbericht könnten damit jährlich gut 2 Millionen Franken oder 752 Franken pro Einwohner eingespart werden.

Eventuell mit Mutten

Bei der anderen Variante, die der Gemeinderat verfolgen will, würden nur die Aussenbezirksschulhäuser Höhe und Häleschwand geschlossen und verkauft. Investitionen würden in diesem Fall primär in Schüpbach anfallen. Es wurde ein jährliches Sparpotenzial von 2,03 Millionen oder 740 Franken pro Einwohner errechnet.

Das Schulhaus Mutten würde bestehen bleiben, die Transportkosten würden laut dem Bericht «moderat» ausfallen. Würden aber alle drei Aussenbezirksschulhäuser geschlossen, wäre von «hohen» Transportkosten auszugehen. Dafür könnte allen Signauer Schülern eine moderne Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden, die «mögliche zukünftige Ansprüche erfüllen» würde.

Aber: Es ginge «Heimatgefühl» verloren, für viele würden die Schulwege länger. Auch «steigende Anonymität der Schüler» wurde als Nachteil aufgelistet. Der Gemeinderat bedauere, dass Aussenschulhäuser geschlossen werden müssten.

«Damit geht in den Schulbezirken ein gesellschaftlicher Treffpunkt und wohl auch ein wenig der Identität verloren», schreibt er. Eine Arbeitsgruppe wird nun im Auftrag des Gemeinderates die erwähnten Varianten weiterbearbeiten. Das letzte Wort haben die Stimmberechtigten.

BZ/sgs

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