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Auf die Käseunion folgte das Käserei-Sterben

Seit die Käseunion den Betrieb 1999 eingestellt hatte, gaben zwei Drittel aller Emmentaler Käsereien die Produktion auf.

Grafik fri

Ende des letzten Jahrhunderts waren die Milchbauern noch nicht den Unwägbarkeiten des freien Marktes ausgesetzt. Vielmehr garantierte ihnen der Staat einen festgesetzten Milchpreis. Auch um den Absatz ihres Käses mussten sie sich keine Sorgen machen: Diesen übernahm der Staat über die Käseunion. Die Kehrseite der Medaille war, dass die Bauern verpflichtet waren, ihre Milch in die angestammte Käserei zu liefern. Und die Käser durften nicht plötzlich andere Käsesorten produzieren. Im Emmental hatten sie – bis auf zwei Ausnahmen – Emmentaler abzuliefern. Einzig die Käserei Götschi in Trubschachen und die Käserei Fritzenhaus in Wasen konnten sich aus alter Tradition das Recht sichern, weitab vom eigentlichen Produktionsgebiet Gruyère AOP herzustellen.

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