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Bauer und Kanton Bern begraben das Kriegsbeil

Im März 2008 nahm der Veterinärdienst des Kantons Bern einem Oberaargauer Bauern wegen Verstössen gegen das Tierschutzgesetz den Viehbestand weg. Dagegen wehrte sich der Bauer mit verschiedenen Rechtsmitteln.

Auf diesem Hof in Madiswil wurde 2008 der Viehbestand beschlagnahmt.
Auf diesem Hof in Madiswil wurde 2008 der Viehbestand beschlagnahmt.
Thomas Peter

Der Kanton Bern erlaubt es einerseits dem Bauern, wieder 18 Mutterkühe mit ihren Kälbern zu halten; dies bei mehreren Kontrollen pro Jahr. Zudem erhält der Bauer für die Beschlagnahmung und Verwertung des früheren Tierbestands durch den Kanton 50'000 Franken, wie die kantonale Volkswirtschaftsdirektion am Donnerstag mitteilte.

Anderseits zieht der Landwirt sämtliche noch hängigen Rechtsmittel zurück. Alle Verfahren sind damit erledigt. Laut der Mitteilung übernimmt grösstenteils die Versicherung des Kantons Bern die mit dieser Lösung einhergehenden Kosten.

Kein Fehler des Kantons

Kantonstierarzt Reto Wyss sagte auf Anfrage, die Bezahlung von 50'000 Franken an den Bauern bedeute nicht, dass der Kanton einen Fehler gemacht habe. Auf diese Weise werde einfach ein langwieriges Verfahren gütlich abgeschlossen.

«Durch den Vergleich lässt man es nicht darauf ankommen, dass die letzte Rechtsinstanz - in diesem Fall wohl das Bundesgericht - sagt, wer Recht hat oder nicht».

Der Veterinärdienst beschlagnahmte im März 2008 nicht nur die Rinder des Bauern, es sprach auch ein unbefristetes Nutztierhalteverbot aus. Schon seit vergangenem September erlaubt es der Kanton dem Landwirt aber wieder, die 18 Mutterkühe zu halten.

SDA/dln

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