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Bauern wegen Tierquälerei vor Gericht

Weil sie ihre Kühe, Stiere und Pferde vernachlässigt hatten, müssen sich zwei Landwirte aus Eriswil am kommenden Mittwoch vor dem Strafeinzelgericht in Langnau verantworten. Im April wurde ihr Betrieb geschlossen.

Den Bauern werden diverse Vergehen gegen das Tierschutzgesetz und verschiedene Umweltdelikte zur Last gelegt. Zuletzt gewährten sie ihren Tieren im Winter den vorgeschriebenen Auslauf nicht mehr.

Beim Veterinärdienst bekannt

Ihr Hof hatte den kantonalen Veterinärdienst bereits zuvor immer wieder beschäftigt. Mit Kontrollen, Beratungen und Weisungen wurde versucht, die Landwirte zur Einhaltung der Tierschutzvorschriften zu bewegen. Die Männer zeigten aber nie Einsicht und lehnten jede Hilfe ab.

Die beiden betagten Bauern wehrten sich auch heftig gegen die Schliessung ihres Betriebs. Als der kantonale Veterinärdienst ihren Bestand von 27 Tieren auflöste, stiessen sie Drohungen aus und wurden handgreiflich. Gegen die zwei Bauern wurde daraufhin ein Fürsorgerischer Freiheitsentzug verfügt und sie kamen zur Abklärung in eine Institution.

Mehrere Fälle

Im Kanton Bern wurde Anfang Jahr eine ganze Reihe ähnlicher Fälle publik. Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher reagierte darauf mit einem neuen Kontrollsystem zur Früherkennung von Problembetrieben. Ausserdem strebt er die Revision der Tierschutzverordnung an.

Die Ökonomische und Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Bern betreibt zudem neu eine Hotline für überforderte Landwirte, die nach dem Prinzip «Bauern helfen Bauern» funktioniert.

SDA/ase

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