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Beschimpft, bedroht, erpresst

Die Vorwürfe waren happig: Erpressung und Drohung. Ein 28-Jähriger drohte seiner Bekannten, ihren Ruf zu schädigen, und knöpfte ihr rund 8000 Franken ab.

14 Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung. Dies das Urteil, das gegen den Mann ausgesprochen wurde.
14 Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung. Dies das Urteil, das gegen den Mann ausgesprochen wurde.
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Die 25-jährige Frau muss verzweifelt gewesen sein. So verzweifelt, dass sie letztlich trotz aller Bedenken die Polizei einschaltete. Über Jahre hinweg hatte sie ein Bekannter in Angst und Schrecken versetzt. Per Mail, SMS, telefonisch oder mündlich setzte er sie unter Druck und drohte ihr, ihren Eltern alles über ihre Beziehung zu ihm zu verraten, ihnen zu erzählen, dass sie angeblich mit anderen Männern im Bett gewesen sei, ihnen zu sagen, was für eine «Schlampe» sie sei. Laut Anklageschrift drohte er ihr auch, zu ihr nach Hause zu kommen und ihr Leben kaputt zu machen. Er erpresste sie. Damit er schwieg, verlangte er oft auch Geld – immer wieder. Mal 1600, mal 2800 Franken, mal mehr, mal weniger. Die Tamilin sah aufgrund ihres kulturellen Hintergrundes ihren Ruf geschädigt, vermutlich hatte sie Angst, die Schweiz verlassen zu müssen und zwangsverheiratet zu werden. Sie übergab oder überwies ihm das Geld. Insgesamt strich er über 8000 Franken ein.

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