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Dem Vater der Solätte auf der Spur

Burgdorf anno 1729: Die Stadtbibliothek wurde gegründet, die Solennität fand zum ersten Mal statt und der «Leichenraub zu Burgdorf» wurde aufgedeckt. Bei allen drei Ereignissen hatte Pfarrer Johann Rudolf Gruner seine Finger entscheidend im Spiel.

Die Burgdorfer Solätte, wie man sie heute kennt. Sie geht zurück aufs Jahr 1729 und den Pfarrer Johann Rudolf Gruner.
Die Burgdorfer Solätte, wie man sie heute kennt. Sie geht zurück aufs Jahr 1729 und den Pfarrer Johann Rudolf Gruner.
Olaf Nörrenberg

Es liest sich wie ein Krimi: «Der Dachdecker Daniel Osti wurde bei Arbeiten am Burgdorfer Rathaus von einem Balken so unglücklich getroffen, dass er tot zusammenbrach. In der Nacht wurde sein Leichnam heimlich aus dem Sarg entfernt und durch Stecken und Steine ersetzt.»

Diese Schilderung des Todesfalls mit besonderen Umständen aus dem Jahr 1729 findet sich im Burgdorfer Jahrbuch von 2014. Die Episode hat auch als «Leichenraub zu Burgdorf» Eingang in die Geschichtsbücher gefunden. Sie ist eng verbunden mit dem damaligen Pfarrer Johann Rudolf Gruner. Dieser amtete ab 1725 als Pfarrer in der Stadtkirche Burgdorf. Und er gilt als der Entdecker dieser frevlerischen und aus Gruners Sicht gotteslästerlichen Tat.

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