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Der gestürzte Tempobolzer gibt schon wieder Gas

Letzten Winter verunfallte er an Olympia schwer – jetzt hat Bobfahrer Jürg Egger wieder hohe Ziele. Ein Besuch bei einem Draufgänger, den nicht so schnell etwas aus der Bahn wirft.

Jürg Egger wuchtet einen Reifen von der Felge. Nimmt einen anderen mit tieferem Profil und zieht ihn routiniert aufs Rad eines Motorrollers. Die Töfffahrer seien nicht besser als die Autofahrer, bemerkt Egger schmunzelnd. «Sie kommen auch immer im letzten Moment, um auf Winterpneus zu wechseln. Und dabei ist es auf zwei Rädern viel gefährlicher, da liegst du schnell einmal am Boden.»

Auch Jürg Egger ist sturzerprobt. Der 28-jährige Bobfahrer aus Farnern gehört zu den besten Anschiebern der Schweiz. Letzten Winter qualifizierte sich der Oberaargauer für die Olympischen Spiele in Vancouver (Kanada). Der vermeintliche Karrierehöhepunkt geriet aber zum Spiel mit dem Tod. Mit seinem Piloten Daniel Schmid stürzte Egger im Zweierbob schwer und schlitterte kopfunter mit 140 Stundenkilometern die berüchtigte Bahn von Whistler hinunter, wo nur Tage zuvor ein Rodler tödlich verunglückt war.

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