Der Wärmeverbund Ost stösst auf breites Interesse

Herzogenbuchsee

Nun sind die Eckdaten zum geplanten Wärmeverbund bekannt. Auch lanciert der Herzogenbuchser Energieversorger EWK ein Förderprogramm, das zum sparsamen Umgang mit Energie anhält.

Der neue Wärmeverbund entsteht bei der Turnhalle Mittelholz (im Vordergrund) und versorgt künftig unter anderem das Frei- und Hallenbad (hinten), das einer der grössten Bezüger sein wird.

Der neue Wärmeverbund entsteht bei der Turnhalle Mittelholz (im Vordergrund) und versorgt künftig unter anderem das Frei- und Hallenbad (hinten), das einer der grössten Bezüger sein wird.

(Bild: Thomas Peter)

Die Energiezukunft von Herzogenbuchsee mobilisiert: Über 100 Personen folgten der Einladung der EWK Herzogenbuchsee AG zum öffentlichen Infoabend im Sonnensaal. Im Zentrum des Interesses stand der geplante Wärmeverbund Ost im «Holz», der inzwischen nicht nur einen offiziellen Namen erhalten hat, sondern kurz vor dem Start zur Realisierung steht.

Im Zuge der laufenden Vorabklärungen ist inzwischen nicht nur der Perimeter bekannt; vielmehr stehen auch diverse Vereinbarungen mit den potenziellen Hauptabnehmern und der Burgergemeinde als mögliche Schnitzellieferantin kurz vor dem Abschluss.

Als Hauptwärmeabnehmer sind die Sporthalle, das Frei- und Hallenbad, das Regionale Arbeitszentrum sowie die Schulen Mittelholz und die Oberstufe definiert worden. Im Januar schliesslich möchte der EWK-Verwaltungsrat das Projekt genehmigen und die Detailplanung in Auftrag geben.

Private sind willkommen

In seinen Ausführungen betonte EWK-Geschäftsführer Hans-Jörg Köchli, dass private Hauseigentümer innerhalb des definierten Perimeters als zusätzliche Wärmebezüger natürlich willkommen seien.

Die Installationsarbeiten bis inklusive Wärmetauscher im oder am Gebäude sollen aber durch die EWK und für das ganze Gebiet einheitlich ausgeführt werden. Für anschlusswillige Hausbesitzer fallen somit lediglich die Kosten für die Hausinstallation, für den Umbau oder die Erneuerung von bestehenden Heizungen sowie natürlich die gesetzlich vorgegebenen Anschlussgebühren an.

Förderung mit Anreizen

Für das Gemeindegebiet von Herzogenbuchsee (inklusive Ortsteil Oberönz) lanciert die EWK AG ein neues Förderprogramm, mit dem Anreize zum sparsamen Umgang mit Energie bei Firmen und Privaten gesetzt werden sollen. Es umfasst einerseits Beratungsdienstleistungen wie Stromverbrauchsanalysen für Haushalte und Gewerbebetriebe, die Erstellung einer Thermografie der Gebäudehülle oder eines Gebäudeenergieausweises der Kantone (GEAK plus) für Ein- oder Mehrfamilienhäuser.

Andererseits auch die Beratung in Sachen Energieanwendungen oder bei der Sanierung der Gebäudehülle. Diese Dienstleistungen werden zu Pauschalpreisen angeboten. Die Stromverbrauchsanalyse für Haushalte ist sogar kostenlos, wird aber erst ab Februar 2015 angeboten; für Thermografieanalysen ist eine Voranmeldung bis spätestens 15. Januar nötig.

In einem zweiten Bereich richtet die EWK Förderbeiträge für energiesparende Massnahmen aus: Zusätzlich 50 Prozent der Kantonsbeiträge beim Ersatz von Elektroheizungen, beim Einbau von Holzheizungen oder beim Bau von Sonnenkollektorenanlagen.

Förderprogramm online:www.ewk-herzogenbuchsee.ch

Berner Zeitung

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