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Die Fahrenden räumen das Feld

Der Spuk ist vorbei: Am Mittwochabend, kurz vor 18 Uhr, haben sich die Fahrenden aus Wynau verabschiedet.

«Das mulmige Gefühl ist weg.» Erleichtert sitzt Rentnerin Margrith Wälti auf der Bank vor ihrem Häuschen am Leutschenweg und blickt aufs offene Feld hinaus. Hier, nur wenige Meter neben ihrer Haustür, haben zwei Wochen lang Fahrende aus dem Elsass, aus Deutschland und der Schweiz gewohnt – und gehörig für Wirbel gesorgt (wir berichteten). Gestern, kurz vor 18 Uhr, packten sie ihre sieben Sachen zusammen und zogen weiter. «Für uns alle eine grosse Erleichterung», freut sich Bäuerin und Landbesitzerin Maja Hunziker.

Mit ihrer Abreise haben die Fahrenden den Räumungsvertrag eingehalten, den sie am Montag unterzeichnet hatten. Gestern wollten sie noch den Geburtstag eines ihrer Kinder feiern, um 18 Uhr mussten sie weg sein. Hätten sie das Ultimatum sausen lassen, wäre heute wohl die Polizei angerückt.

Eine nervenaufreibende Geschichte geht damit einigermassen glimpflich zu Ende: Vor zwei Wochen hatten die Fahrenden bei der Bauernfamilie Hunziker angeklopft und nach einem Platz für ihre Wohnwagen gefragt. Bauer Ueli Hunziker wollte den Leuten «eine Chance geben» und sagte spontan für drei Nächte zu.

«Unhaltbare Zustände»

Ein Fehler, wie er heute weiss. Von Weiterziehen war nach Ablauf dieser Frist nämlich keine Rede mehr. Stattdessen kamen immer mehr Wohnwagen hinzu, am Ende waren es 14. Was die Wynauer besonders störte, waren die Abfallberge und der menschliche Kot in Wald und Feld. «Das sind unhaltbare Zustände», nervte sich Anwohnerin Ursula Arbenz.

Die Abfallsäcke sind mittlerweile verschwunden. Am Dienstag wurden sie von der Kehrichtabfuhr eingesammelt. Nur einen Sack haben die Fahrenden gestern zurück gelassen. Eine letzte Erinnerung quasi an ihren Aufenthalt in Wynau.

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