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Die meisten halten sich an Tempo 30

85 Prozent aller Fahrer sind in der jüngsten verkehrsberuhigten Zone in Herzogenbuchsee nicht schneller unterwegs als erlaubt. Auf der Basis der letzten Messungen will der Gemeinderat weiter sensibilisieren.

In vielen Buchser Quartieren ist langsam Fahren inzwischen Pflicht, wie hier bei im Drangsalengässli.
In vielen Buchser Quartieren ist langsam Fahren inzwischen Pflicht, wie hier bei im Drangsalengässli.
Thomas Peter

Die Verkehrsberuhigungsmassnahmen wirken. Dieses Fazit zieht der Buchser Gemeinderat, nachdem die Messungen ausgewertet sind und ein Bericht dazu vorliegt. Zwischen August und September letzten Jahres wurde die 30er-Zone im Gebiet zwischen der Hegen-, der Bern- und der Thörigenstrasse, inklusive der Bettenhausenstrasse, kontrolliert.

Es handelt sich dabei um die jüngste verkehrsberuhigte Zone mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern in Herzogenbuchsee. Sie umfasst mehrere Wohnquartiere sowie Schulwege, die zum Burgschulhaus als neuralgischem Punkt hinführen. Tempo 30 gilt hier seit rund zwei Jahren, wovon Markierungen und Signalisationen seither künden. Bauliche Massnahmen seien nur wenige notwendig gewesen, so der Gemeinderat. 233'000 Franken wurden für die neue 30er-Zone damals bewilligt.

5 bis 10 km/h langsamer

Fest steht gemäss der sogenannten Erfolgskontrolle, den die Kontextplan AG verfasst hat, dass die Geschwindigkeit seit der Einrichtung der Zone gesenkt worden ist. «Grundsätzlich sind die erreichten Senkungen gut», heisst es da. Gegenüber vorher sind die Fahrzeuge 5 bis 10 Stundenkilometer langsamer geworden, «was sich natürlich erheblich auf die im Vordergrund stehende Schulwegsicherheit niederschlägt», erklärt der Gemeinderat und rechnet weiter vor: Mindestens 85 Prozent der Fahrzeuglenker hielten sich ans Tempolimit.

In der Ringstrasse und der Heidenmoosstrasse wird der in der Praxis ermittelte Wert der gefahrenen Geschwindigkeiten nach Bericht nicht überschritten. Anders in der Maria-Waser- und der Bettenhausenstrasse: Hier liegen sie mit 35 beziehungsweise 36 Kilometern pro Stunde leicht über diesem Wert. In diesen Strassen muss der Verkehr weiter beruhigt werden, so die Folgerung im Bericht. In einem ersten Schritt schlagen die Verfasser Sensibilisierungsmassnahmen vor, etwa in Form eines Inforadars, was auch der Gemeinderat ins Auge fasst. «Falls dadurch kein Erfolg erzielt würde, müssten strengere Massnahmen getroffen werden», so der Bericht.

Die Ziele, die mit der Tempo-30-Zone angestrebt worden sind, sieht der Gemeinderat erfüllt: Der Schleichverkehr sei geringer geworden. Weniger Fahrzeuge befahren die Bettenhausenstrasse oder die Maria-Waser-Strasse. Und wegen der neuen Einbahnregelungen weichen auch weniger Autofahrer während der Stosszeiten ins Quartier aus, was weniger Lärm verursache.

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