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Die Schäden des Hochwassers werden beseitigt

Die Hochwasser vom Juli 2014 haben so grosse Schäden angerichtet, dass das Emmeufer an zwei Stellen gesichert werden muss. Im März sollen die Bauarbeiten beginnen. Kosten: 498'000 Franken.

Entlang des Erlenwegs wird das Emmeufer nun mit Steinblöcken befestigt, damit künftige Hochwasser keinen Schaden mehr anrichten können.
Entlang des Erlenwegs wird das Emmeufer nun mit Steinblöcken befestigt, damit künftige Hochwasser keinen Schaden mehr anrichten können.
Thomas Peter
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Mit 200 Kubikmetern pro Sekunde war das Hochwasser vom 22.Juli letzten Jahresquasi die Vorhut des eigentlichen Schadenereignisses, das zwei Tage später folgte: Mit 423 Kubikmetern pro Sekunde wälzte sich die braune Flut der Emme durch ihr Bett in Burgdorf.

Die Folgen sind noch heute, ein knappes halbes Jahr später, an mindestens zwei Abschnitten deutlich zu sehen. Bei der Aufweitung im Felseggschachen kam es zu grossen Ufererosionen. Und auch an der Emmeböschung entlang des Erlenwegs führte das Hochwasser zu Uferanrissen.

Negativ wirkte sich zudem aus, dass bereits Anfang Juli regelmässig sehr viel Wasser floss; 100 bis 170 Kubikmeter pro Sekunde wurden gemessen. Zum Vergleich: Bei der Messstation Emmenmatt resultierte am Dienstagabend eine Abflussmenge von knapp 21 Kubikmetern pro Sekunde.

Flusslauf wird korrigiert

«Nach den beiden Hochwassern im Juli 2014 stellten wir im Felseggschachen fest, dass die Interventionslinie erreicht ist», sagt Sven Müller, Projektleiter Tiefbau bei der Baudirektion Burgdorf. In Absprache mit der Burgergemeinde Burgdorf als Eigentümerin des Schachenwaldes wurde eine theoretische Linie definiert, bis zu welcher man die Emme «gewähren» lässt. Setzt sich die Erosion des Ufers fort, werden bauliche Massnahmen ergriffen, «damit sich die Emme nicht noch weiter verbreitert», erklärt Müller.

Der Schwellenverband Emme II.Sektion, der im Raum Burgdorf für den Flusslauf verantwortlich ist, will nun handeln und das schadhafte Ufer instand setzen. Das kantonale Tiefbauamt hat deshalb ein Wasserbaubewilligungsverfahren eingeleitet. Gibt es bis am 6.Februar keine Einsprachen, können im März die Bagger auffahren. Welche Firma die Arbeiten ausführen wird, sei noch nicht entschieden, meinte Sven Müller auf Anfrage.

Erfahrungen werden genutzt

Auf der linken Flussseite im Felseggschachen soll die entstandene Aufweitung auf einer Länge von 245 Metern korrigiert werden. Das Ufer soll mit drei sogenannten Blockbuhnen gesichert werden. Diese Bauwerke sind je 14 bis 17 Meter lang und werden quer zur Strömung errichtet. Die Buhnen dienen der Fixierung des Flusslaufs und verhindern eine Erosion des Ufers. Zwischen den 45 Meter von einander entfernten Bauwerken sollen Wurzelstöcke eingesetzt werden.

Etwas weniger aufwendig ist die Ufersicherung entlang des Erlenweges. Diese erfolgt auf einer Länge von etwa 280 Metern mittels Blockverbau, also mit massiven Felsblöcken. Weil aber in den Bereichen Felseggschachen und Erlenweg das jeweils gegenüberliegende Ufer nicht Bestandteil des vorliegenden Projekts ist, heisst es dazu in den Gesuchsakten: «Durch die Instandsetzung des Uferverbaus am Erlenweg werden die Hochwasserschutzdefizite auf der linken Flussseite gemäss Hochwasserschutzkonzept sowie bei der Eybrücke noch nicht behoben.»

Die Projektleitung rechnet mit einer Bauzeit von zwei Monaten. Die Kosten werden mit brutto 498'000 Franken beziffert. Bei den Arbeiten wolle man von den Erfahrungen profitieren, die beim Hochwasser 2014 auf dem frisch sanierten Emmeabschnitt

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